• Die 29-jährige, damals wohnungslose Heiderose Berchner verdiente ihren Lebensunterhalt im Nürnberger Rotlichtmilieu. Ende Februar 1970 verschwand sie spurlos, nachdem sie zuletzt in einem Nürnberger Lokal gesehen worden war.
• Am 1. März 1970 entdeckte man ihre Leiche auf einem abgelegenen Feldweg in Beimerstetten bei Ulm. Der Täter hatte die Tote mit Benzin überschüttet und angezündet, um Spuren zu vernichten.
• Die unheimliche Briefspur: Jahrzehnte später, ab dem Jahr 2005, erreichten die Polizei in Nürnberg und im Saarland anonyme Briefe. Der Verfasser behauptete, Insiderwissen zu dem Mord an Heiderose Berchner sowie zu der 1962 ermordeten Schülerin Lydia Schürmann zu besitzen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Verfasser der Briefe entweder der Täter selbst ist oder dieser der Polizei aktiv ein makabres Versteckspiel liefert. Geprüft wird zudem eine Verbindung zu vier weiteren ungeklärten Morden an Frauen aus dem Raum Nürnberg.
• Alter / Erscheinung: Zum Todeszeitpunkt 29 Jahre alt, zierliche Statur, lebte zum Tatzeitpunkt ohne festen Wohnsitz im Raum Nürnberg.
• Bekleidung / Mitführsel: Typische Kleidung des Nürnberger Nachtlebens um 1970.
1. Existieren in den Archiven von Nürnberger oder Ulmer Lokalzeitungen aus dem März 1970 Berichte, die Details zu Zeugenbeobachtungen an der Fundstelle in Beimerstetten enthalten? Sah jemand ein Fahrzeug mit Nürnberger Kennzeichen in der Nähe von Ulm?
2. Da der anonyme Briefeschreiber ab 2005 handschriftliche Dokumente an die Behörden schickte, konnten die Ermittler DNA-Fragmente und Fingerabdrücke des Verfassers sichern. Gibt es neuere Informationen aus Ermittlerkreisen, ob diese DNA mit aktuellen Cold-Case-Datenbanken matcht?
3. Wer kann Hinweise zu den Kneipen und Lokalen geben, in denen Heiderose Berchner im Februar 1970 in Nürnberg verkehrte? Welche Personen gehörten zu ihrem regelmäßigen Umfeld?
Polizeipräsidium Mittelfranken
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https://www.tz.de/bayern/die-briefspur- ... 68181.html