Ein spurloses Verschwinden aus der eigenen Wohnung am helllichten Tag
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• Opfer: Brunhilde Schramm (48 Jahre)
• Tatzeitpunkt / Letzter Kontakt: Dienstag, 17. Dezember 1985 (gegen 18:50 Uhr)
• Todesumstände / Status: Ungelöster Cold Case [Frauenmord]
• Tätigkeitsbereich des Opfers: Sexarbeit (Heimarbeit/Straßenstrich)
DER TATTAG & DER LETZTE KONTAKT
Der 17. Dezember 1985 verlief für Brunhilde Schramm zunächst wie ein gewöhnlicher Arbeitstag. Die 48-Jährige stand an der Straße, wo sie von einem unbekannten Mann angesprochen wurde. Sie nahm den Freier mit in ihre Wohnung, wo die beiden Intimitäten austauschten. Gegen 18:50 Uhr verließ der Mann die Wohnung wieder – dies war der letzte nachweisbare Zeitpunkt, an dem Brunhilde Schramm lebend gesehen wurde bzw. sich der Zugriff des Täters ereignete.
Trotz intensiver Ermittlungen der Mordkommission und einer Spurensicherung vor Ort konnte das Verbrechen bis heute nicht aufgeklärt werden:
* Der unbekannte Kunde: Das Hauptaugenmerk der Kriminalpolizei lag von Anfang an auf dem letzten Freier, der die Wohnung verließ. Seine Identität konnte jedoch nie zweifelsfrei festgestellt werden. Da im Milieu der Straßenprostitution in den 1980er Jahren kaum digitale Fußabdrücke existierten, blieben Zeugenbeschreibungen vage.
* Gefahrenbereich Rotlichtmilieu: Der Fall reiht sich ein in eine Serie historischer Gewaltverbrechen gegen Prostituierte in Deutschland, bei denen die Opfer aufgrund ihrer isolierten Arbeitssituation in Privatwohnungen ungeschützt attackiert wurden.
* Der Cold-Case-Status: Da Mord nach deutschem Strafrecht niemals verjährt, lagert die Akte weiterhin bei den zuständigen Behörden. Bei neuen technologischen Entwicklungen im Bereich der Kriminaltechnik (beispielsweise verfeinerten DNA-Verfahren) werden die damals gesicherten Spuren und Asservate routinemäßig auf Treffer in der Gendatenbank überprüft.
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