• Am 3. Februar 2012 um 23:21 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr ein: Ein Mann war kopfüber vom Parkhausdach gestürzt.
• Trotz sofortiger Erster Hilfe durch eine Passantin und den Notarzt verstarb er noch am Unfallort.
• Das Mysteriöse: Der Mann trug absolut keine Dokumente, kein Handy, keinen Schlüssel, kein Geld und nicht einmal einen Papierschnipsel bei sich.
• Der Gerichtsmediziner fand weder Hinweise auf Fremdverschulden (keine Abwehrverletzungen) noch Spuren von Alkohol oder Drogen.
• Da die Überwachungskameras des Parkhauses nur live beobachtet, aber nicht aufgezeichnet wurden, gibt es keine Videobeweise.
• Ein Abgleich von Fingerabdrücken, Zahnstatus und internationalen Vermisstenanzeigen blieb ohne jeden Treffer.
• Alter: Zwischen 20 und 30 Jahre alt.
• Statur & Aussehen: 1,85 Meter groß, ca. 70 Kilogramm schwer, europäisches Erscheinungsbild.
• Besonderheiten: Keine markanten Narben (z. B. Blinddarm), keine Tätowierungen, unauffälliges Gebiss.
• Kleidung (Massenware): Jeans und Pullover der Marke "Camargue", T-Shirt, Mütze und Armbanduhr von "Tchibo", eine Brille von "Eschenbach" und markenlose Schuhe in Größe 46.
1. Die Ermittler vermuteten eine Spur nach Osteuropa, da von Münster aus Direktbusse u.a. in die Ukraine fahren. Gibt es in osteuropäischen Foren oder Netzwerken bekannte, zeitlich passende Vermisstenfälle, die nie mit Deutschland abgeglichen wurden?
2. Die Kleidung bestand ausschließlich aus typischen deutschen Kaufhaus- und Discountermarken (Tchibo, Camargue). Spricht das eher dafür, dass er sich doch schon länger in Deutschland aufgehalten hat?
3. Der Mann wurde am 29. Februar 2012 anonym auf dem Waldfriedhof Lauheide (Grabnummer XV 3/163 RG) bestattet. Hat jemand aus der Region jemals Beobachtungen zu Personen gemacht, die das namenlose Grab besucht haben?
Kriminalkommissariat 11 Münster (Akte: 30 UJS 166/12)
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Kriminalistische Besonderheiten des Falls:
Das Rekonstruktionsfoto: Da ein Foto des Leichnams zu schwer gezeichnet war, kleideten die Ermittler eine Schaufensterpuppe mit den Originalklamotten des Toten ein und montierten das retuschierte Gesicht des Unbekannten darauf, um ein vorzeigbares Fahndungsfoto zu erhalten.Keine Identität, kein Motiv: Das völlige Fehlen von Alltagsgegenständen (selbst Schlüssel oder Kleingeld) ist extrem ungewöhnlich für jemanden, der sich im Stadtzentrum bewegt, und deutet darauf hin, dass der Mann bewusst alle Spuren zu seiner Identität vernichten wollte.
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https://www.welt.de/vermischtes/weltges ... misst.html