1968-Mord an 51j. Berta F. und 5j. Peter

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1968-Mord an 51j. Berta F. und 5j. Peter

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📌 COLD CASE: 1968-Mord an 51j. Berta F. und 5j. Peter(1968)



📄 Fall: Ungeklärter Doppelmord / Einbruchmord an einer Erzieherin und einem Kind
📍 Tatort: Kinderheim in der Argentinischen Allee 28, Berlin-Zehlendorf
📅 Tatzeit: In der Nacht zum 22. Februar 1968 (ca. 02:00 bis 03:30 Uhr)
📺 Medienpräsenz: Ausgestrahlt in „Aktenzeichen XY... ungelöst“ (Sendung vom 07.06.1968)

🕵️‍♂️ Rekonstruktion & Umstände:
• In der Nacht zum 22. Februar 1968 brach ein unbekannter Täter in das Kinderheim im West-Berliner Prominentenbezirk Zehlendorf ein.
• Er öffnete im Erdgeschoss die Tür zum Aufenthaltsraum der Nachtwache und tötete die schlafende Erzieherin Berta Frank (51) mit insgesamt 51 Messerstichen.
• Anschließend schlich der Täter in einen der Schlafsäle, in dem neun Jungen schliefen. Er attackierte den schlafenden, 5 Jahre alten Peter und tötete das Kind mit 26 Messerstichen. Ein zweiter Junge wachte auf, sah den Täter im fahlen Licht und schrie, woraufhin der Mörder die Flucht ergriff. Der Hausmeister alarmierte um 03:36 Uhr die Polizei.
• Trotz einer der größten Fahndungsaktionen der Berliner Nachkriegszeit, bei der Zehntausende Spuren verfolgt wurden, blieb die Identität des Täters ein Rätsel.

🚬 Die Spur des „Zigaretten-Mörders“:
• Am Tatort im Kinderheim wurde eine weggeworfene Zigarettenkippe der seltenen französischen Marke „Gauloises“ gefunden.
• Nur wenige Stunden vor der Tat gab es einen Einbruch in ein Wochenendhaus in der nahegelegenen Limastraße. Dort hinterließ der Täter eine identische Kippe. Die Kriminalpolizei konnte zweifelsfrei nachweisen, dass Einbrecher und Mörder dieselbe Person waren.
• Trotz des Phantombilds, das auf den Beschreibungen des überlebenden Heimkindes basierte (ca. 1,75 bis 1,80 m groß, dunkle Haare, sportliche Statur, trug einen dunklen Blouson), verlor sich jede Spur.

👤 Die Opfer:
Berta Frank (51 Jahre, Heimerzieherin)
Peter (5 Jahre, Heimkind)

❓ Fragen
1. Welches psychologische Motiv könnte hinter der extremen Übertötung (51 und 26 Messerstiche) stecken, wenn kein sexuelles Motiv oder Raub im Vordergrund stand?
2. Die Zigarettenmarke „Gauloises“ war 1968 in West-Berlin unter Deutschen eher unüblich, aber sehr beliebt bei alliierten Soldaten (insb. französischen Kräften) oder Studenten. Haltet ihr einen Täter aus diesem Milieu für wahrscheinlich?
3. Gibt es Parallelen zu anderen ungeklärten Einbrüchen oder Gewalttaten in Berlin Ende der 1960er Jahre, die dem „Zigaretten-Mörder“ zugeordnet werden könnten?


📞 Zuständige Dienststelle:
Der Polizeipräsident in Berlin – Landeskriminalamt (LKA 11 – Mordkommission)
💡 Da Mord in Deutschland nicht verjährt, bittet die Berliner Mordkommission auch nach Jahrzehnten um Hinweise aus der Bevölkerung. DNA-Spuren vom Tatort werden im Rahmen neuer technologischer Möglichkeiten fortlaufend überprüft.

Link:
https://www.berliner-zeitung.de/article ... heim-40065
Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken
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