• Im November 1968 wurde in einem Waldgebiet nahe Weitnau im Oberallgäu die Leiche der 28 Jahre alten Rosemarie Balk entdeckt. Die Obduktion ergab, dass die junge Frau mit einem Kälberstrick erdrosselt worden war.
• Die Ermittler gingen davon aus, dass der eigentliche Tatort nicht der Fundort war, sondern die Leiche nachträglich im Wald abgelegt wurde.
• Zeugen hatten das Opfer in den Tagen vor ihrem Verschwinden (speziell zwischen dem 25. und 28. Oktober 1968) in Begleitung eines unbekannten Mannes gesehen. Der Aufenthaltsort in dieser Zeitspanne blieb ein Rätsel – die Polizei schloss auch Abstecher in die nahegelegene Schweiz oder nach Österreich nicht aus.
• Auffällig war, dass dem Opfer nach der Tat ein Schuh sowie ein Armband fehlten, was entweder auf ein Raubmotiv oder ein Trophäenverhalten des Täters hindeutete. Trotz intensiver Ermittlungen im persönlichen Umfeld und einer großen Suchaktion konnte der Begleiter nie identifiziert werden. Der Fall gilt bis heute als ungelöst.
• Name: Rosemarie Balk
• Alter zum Todeszeitpunkt: 28 Jahre
• Todesursache: Erdrosseln mittels Kälberstrick
1. Welche Erkenntnisse gibt es zu dem vermissten Schuh und dem Armband? Wurden diese Schmuckstücke jemals irgendwo zum Kauf angeboten?
2. Da der Fundort nahe der Grenzen liegt: Haltet ihr es für wahrscheinlich, dass der Täter ein Grenzgänger aus Österreich oder der Schweiz war?
3. Gibt es bekannte Parallelen zu anderen Strick- oder Anhaltermorden im süddeutschen Raum Ende der 1960er Jahre? (z.B. Bezüge zum Fall Frauke „Kaktus“ E. von 1971?)
Kriminalpolizeiinspektion Kempten (Zentraler Kriminaldienst / Cold Cases)
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