Bild:Medien
• Am Morgen des 27. Januar 1966 wurde die 32-jährige Helga Matura von Nachbarn tot in ihrer Vierzimmerwohnung aufgefunden.
• Der Täter hatte sie in ihrem Himmelbett hinterrücks attackiert und mit insgesamt 16 Messerstichen in den Hals- und Brustbereich getötet.
• Matura, die ihren Freiern auch unter dem Pseudonym „Karin Rosenherz“ bekannt war, gehörte zur Frankfurter Prominenten- und Edelprostitution. Für ein Stelldichein verlangte sie rund 300 D-Mark, was damals dem Wochenlohn eines Arbeiters entsprach.
• Wie Rosemarie Nitribitt akquirierte sie ihre wohlhabende Kundschaft aus Wirtschaft und Politik vorzugsweise aus einem luxuriösen Mercedes-Cabriolet heraus.
• Trotz intensiver, aber sehr diskret geführter Ermittlungen im Frankfurter High-Society-Milieu verlor sich die Spur des Täters im Nichts. Die Polizei stand vor einer Wand des Schweigens, da viele prominente Freier um ihren Ruf bangten.
• Name: Helga Sofie Matura (geb. in Bottrop)
• Alter zum Tatzeitpunkt: 32 Jahre (wäre im August 33 geworden)
• Erscheinungsbild / Status: Bekanntes Fotomodell, Misswahl-Teilnehmerin, erfolgreiche Kurtisane
1. Gibt es in den zugänglichen Archiven nähere Details zu den damals Verdächtigten aus den Kreisen der Frankfurter Prominenz?
2. Warum gelang es der Frankfurter Kriminalpolizei im Fall Matura – trotz der bitteren Lehren aus dem nur neun Jahre älteren Nitribitt-Fall – wieder nicht, den Tatort rechtzeitig und lückenlos zu sichern?
3. Welche Theorien bezüglich eines möglichen Serientäters (im Hinblick auf weitere unaufgeklärte Prostituiertenmorde der 1960er Jahre in Hessen) wurden damals diskutiert?
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Polizeipräsidium Frankfurt am Main (Cold Case Unit)
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https://www.sueddeutsche.de/panorama/mo ... -1.4376086