Cold Case: Der Mord an Karin Würz (1970)
▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬Am 3. Juni 1970 machte ein Urlauberpaar eine grausame Entdeckung an der Autobahn 8 (München–Salzburg). Rund um einen Brückenpfeiler der Autobahnbrücke Weyarn (Landkreis Miesbach) lag versteckt im Gestrüpp die geschundene, fast nackte Leiche einer jungen Frau. Die Tote wies über 30 Messerstiche auf und wurde rasch als die 25-jährige Karin Würz identifiziert.
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Das Opfer stammte aus bürgerlichen Verhältnissen, hatte sich jedoch in den Monaten vor der Tat zunehmend isoliert, weshalb die Eltern sie zunächst nicht vermisst gemeldet hatten:
- [] Der plötzliche Auszug: Karin Würz bewohnte bis Mai 1970 ein Apartment an der Aidenbachstraße im Münchner Stadtteil Solln. Dieses kündigte sie abrupt, nachdem sie die Ehefrau eines ihrer geheimen Liebhaber kennengelernt hatte.
[] Das verhängnisvolle Geheimnis: Die Ermittlungen deckten auf, dass die junge Frau Beziehungen zu mehreren Männern gleichzeitig unterhielt. Unter den Bekanntschaften befanden sich auch Personen aus dem Rotlichtmilieu sowie verheiratete Männer. - Die letzte Spur: Wer sie schlussendlich zu dem abgelegenen Brückenpfeiler nach Weyarn brachte oder dort hinlockte, blieb völlig unklar. Am Fundort selbst gab es kaum Kampfspuren, was darauf hindeutet, dass die Brücke lediglich der Ablegeort der Leiche war.
Die Münchner Mordkommission stand vor einer Wand des Schweigens. Obwohl das persönliche Umfeld der 25-Jährigen akribisch durchleuchtet und zahlreiche Kontaktpersonen verhört wurden, deckten sich viele Alibis oder die Befragten schwiegen aus Angst, ihre Affären öffentlich zu machen. Da die Tat zur damaligen Zeit ohne moderne Kriminaltechnik (wie DNA-Analysen) nicht gelöst werden konnte, blieb der brutale Mord an Karin Würz bis heute ein ungesühntes Verbrechen der bayerischen Kriminalgeschichte.
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link:
https://www.merkur.de/bayern/mm-fall-ka ... 26729.html