Cold Case: Der erpresserische Mord an Artur Rosza (1973)
▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
Am 9. August 1973 ereignete sich in Hofheim am Taunus ein dramatisches Verbrechen. Das Opfer, der 53-jährige Münz- und Briefmarkenhändler sowie Auktionator Artur Rosza, wurde von einem Unbekannten abgefangen. Der Täter entführte den Händler in dessen eigenem Fahrzeug und zwang ihn unter vorgehaltener Waffe zu einer Bankfiliale.
▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
- [] Die Geiselnahme in der Bank: Der bewaffnete Täter zwang Artur Rosza, zur Hofheimer Volksbank zu fahren. Dort musste Rosza beim Direktor 9.000 D-Mark verlangen.
[] Der geflüsterte Hilferuf: Rosza versuchte verzweifelt, den Bankdirektor auf seine Zwangslage aufmerksam zu machen, indem er leise die Worte „Überfall, Überfall“ raunte. Der Direktor verstand den Hinweis, zahlte das Geld aus und alarmierte die Polizei.
[] Die verhängnisvolle Flucht: Während die Polizei eine Fahndung nach Roszas Mercedes einleitete, flüchtete der Täter mit seinem Opfer zu Fuß quer durch die Hofheimer Innenstadt. Dabei liefen sie sogar Roszas Ehefrau über den Weg, die den Ernst der Lage jedoch nicht ahnte.
[] Das bittere Ende: Schließlich zwang der Mörder das Opfer an einem orangefarbenen VW K70 erneut ans Steuer. Kurz darauf erschoss der Täter den Geschäftsmann kaltblütig.
Die kühne und skrupellose Vorgehensweise des Täters am helllichten Tag erschütterte die Region schwer:
- [] TV-Fahndung: Am 16. November 1973 wurde das brutale Verbrechen als einer der Hauptfilmfälle in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ (Folge 61) ausgestrahlt.
[] Gute Ortskenntnisse: Die Ermittler stellten fest, dass der Mörder seine Tat minutiös vorbereitet hatte und über exzellente geografische Kenntnisse im Raum Hofheim verfügte. Dennoch verlor sich seine Spur. - Ein ungeklärtes Verbrechen: Da es bis heute an konkreten Tatverdächtigen fehlt, verbleibt der gewaltsame Tod von Artur Rosza als einer der ältesten Cold Cases in den Akten der hessischen Kriminalpolizei.
▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
- [] Eine Zusammenfassung der ungeklärten Kriminalfälle der Region bietet der Bericht der Frankfurter Neuen Presse.
Da Tötungsdelikte in Deutschland rechtlich niemals verjähren, bittet die Kriminalpolizei weiterhin um Informationen. Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen im August 1973 im Bereich der Hofheimer Volksbank, der Innenstadt oder zu dem orangefarbenen Fluchtfahrzeug (VW K70) nimmt die zuständige Dienststelle entgegen:
Polizeistation Hofheim am Taunus
Telefon: +49 (0) 6192 2079-0 (24/7 erreichbar)
In dringenden Notfällen ist immer die 110 zu wählen!
------------------------------
Möchtest du diesen Beitrag direkt so für deine Community übernehmen oder soll ich noch spezifische Täterbeschreibungen aus der damaligen Fahndung ergänzen?
[1] [https://www.fnp.de](https://www.fnp.de/lokales/main-taunus/ ... 46478.html)