Cold Case: Der Mord an Regina Neudorf (1979)
▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬Die 17-jährige Regina Neudorf wohnte zur Tatzeit bei ihrem Vater in Wülfrath und machte eine Ausbildung zur Verkäuferin. Am Abend des 23. Mai 1979 ging sie mit einer Freundin in der nahegelegenen Stadt Velbert feiern. Gegen 00:30 Uhr nachts (24. Mai) verließ sie die damals beliebte Diskothek „Oldtimer“ an der Heiligenhauser Straße, um sich allein zu Fuß auf den Heimweg nach Wülfrath zu machen. Etwa 45 Minuten später wurde sie am Flandersbacher Weg zum letzten Mal lebend von Bekannten gesehen. Sie wollte vermutlich per Anhalter fahren. Zwei Tage später, am Samstag, dem 26. Mai 1979, machte ein Reiter auf einem einsamen Feld zwischen den Velberter Ortsteilen Neviges und Langenberg einen grausigen Fund: Er entdeckte die zerstückelte Leiche der Jugendlichen.
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- Die Fachkenntnis des Täters: Der Fundort der Leiche war definitiv nicht der Tatort. Der Mörder hatte den Körper nach der Tat fachmännisch und präzise zerstückelt. Aufgrund dieser Tatausführung konzentrierten sich die Ermittlungen stark auf Personen mit anatomischen Vorkenntnissen, wie beispielsweise Metzger, Schlachter oder Jäger.
- Die Verbindung zu weiteren Taten: Die Ermittler prüfen seit Jahrzehnten Parallelen zu einem ähnlichen ungelösten Fall aus der Region. Im August 1984 wurde die Psychologiestudentin Ulrike Hingkeldey in Wuppertal unter ähnlich brutalen Umständen ermordet, was auf einen potenziellen Serientäter hinweisen könnte.
Trotz jahrzehntelanger Arbeit der Kriminalpolizei blieb der Fall bis heute ungelöst, weshalb er von einer Cold-Case-Spezialeinheit („Senior Cops“) in NRW neu aufgerollt wurde:
- Massives Zuschauer-Echo: Am 26. April 2017 wurde der Fall nach fast 38 Jahren detailliert in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ ausgestrahlt. Die Bonner Mordkommission erhielt daraufhin über 80 neue Hinweise aus der Bevölkerung sowie konkrete Namensnennungen zu einem damals erstellten Phantombild.
- Die verrohte Persönlichkeit: Profiler und Ermittler beschreiben den gesuchten Mörder als eine Person mit einer absolut skrupellosen und verrohten Persönlichkeit, die damals sehr wahrscheinlich Zugriff auf ein Auto sowie auf Räumlichkeiten oder Werkzeuge zur Zerstückelung hatte.
Die Polizei sucht weiterhin nach Personen, die in der Nacht vom 23. auf den 24. Mai 1979 verdächtige Beobachtungen im Bereich der Diskothek „Oldtimer“ in Velbert, entlang des Flandersbacher Wegs oder am späteren Fundort in Velbert-Neviges gemacht haben. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.
Die detaillierten Berichte zur damaligen Fernsehfahndung können im Pressearchiv von RP Online sowie im Fallregister nachgelesen werden.