Cold Case: Der Mord an Maria Wenzel (1972)
▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬Am späten Abend des 9. Januar 1972 ereignete sich in Flensburg ein brutales Verbrechen. Die 84-jährige Maria Wenzel wurde in ihrer Parterrewohnung in der Apenrader Straße 132 (direkt an der Zufahrt zum „Tempelhof“) überfallen. Die Täter fügten der Seniorin schwerste Schlagverletzungen im Gesicht und am Kopf zu, bevor sie sie kaltblütig erwürgten. Ihr Sohn fand die ältere Dame am nächsten Morgen tot in ihrem Sessel vor.
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- Geringe Beute: Obwohl die Täter mit äußerster Brutalität vorgingen, stahlen sie aus der Wohnung lediglich einen sehr geringen Geldbetrag.
- Die Kiosk-Nachbarschaft: Im selben Erdgeschoss des Hauses befand sich damals ein Kiosk. Trotz der zentralen Lage und potenzieller Zeugen konnten die Mörder unerkannt entkommen.
- Ermittlungssackgasse: Die Polizei verfolgte damals rund 250 Spuren, doch kein Verdacht erhärtete sich. Der Fall blieb fast ein halbes Jahrhundert lang ein ungelöstes Rätsel.
Nach knapp 50 Jahren hat die Flensburger Mordkommission den Fall mit modernster Kriminaltechnik komplett neu aufgerollt:
- Sicherung von Täter-DNA: Dank fortschrittlicher Forensik gelang es den Ermittlern, an den alten Asservaten vom Tatort eine unbekannte, mutmaßliche Täter-DNA zu isolieren.
- Massen-Screening: Die Ermittler gehen davon aus, dass damals wahrscheinlich zwei Täter an dem Raubmord beteiligt waren. Bundesweit wurden rund 140 Haushalte angeschrieben, um Speichelproben von Männern einzufordern, die einen Bezug zum damaligen Umfeld des Tatorts hatten.
- Internationale Suche: Da Flensburg eine Grenzstadt ist, weitete die Mordkommission ihre Ermittlungen und den Abgleich von DNA-Profilen auch gezielt auf das nahe Ausland aus.
Die offizielle Pressemitteilung der zuständigen Behörde mit allen Hintergründen zum DNA-Reihentest findest du im Presseportal der Polizei Flensburg.