Cold Case: Der ungelöste Raubmord an „Opa“ Artur Gregor (1992)
▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬Am Donnerstag, den 23. Januar 1992, wurde der 79-jährige pensionierte Bergmann Artur Gregor tot in seiner Wohnung in der Rückertstraße 3 im Gelsenkirchener Stadtteil Bismarck aufgefunden. Kriminalbeamte entdeckten den Senior gefesselt und geknebelt. Die Obduktion ergab, dass er qualvoll erstickt war. Da er seit dem Vorabend telefonisch nicht mehr erreichbar war, hatten seine Schwägerin und der Hausbesitzer die Wohnung geöffnet.
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- [] Die mysteriösen Taxi-Bestellungen: Am Mittwoch, den 22. Januar 1992, gingen gegen 19:00 Uhr fast zeitgleich Anrufe bei zwei verschiedenen Gelsenkirchener Taxizentralen ein. Unbekannte bestellten jeweils ein Taxi zur Adresse des Opfers auf den Namen „Gregor“. Als die Fahrer eintrafen, öffnete niemand. Die Ermittler vermuten, dass die Täter die Taxen riefen, um nach dem Mord unerkannt und schnell vom Tatort flüchten zu können.
[] Keine Einbruchspuren: Wie bei vielen Raubmorden gab es keine Hebelspuren an Türen oder Fenstern. Der misstrauische Witwer, dessen Ehefrau erst wenige Wochen zuvor verstorben war, muss die Täter selbst in die Wohnung gelassen oder flüchtig gekannt haben. - Das geraubte Ersparte: Am 6. Januar 1992 – gut zwei Wochen vor der Tat – hatte Artur Gregor einen hohen Bargeldbetrag in Höhe von 13.605 D-Mark von seiner Bank abgehoben. Nach Abzug der Beerdigungskosten für seine Frau bewahrte er den Rest zu Hause auf. Die Wohnung war komplett durchwühlt, das Geld spurlos verschwunden. Der Mörder wusste offenbar genau von diesem Geheimversteck.
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Die damalige Gelsenkirchener Mordkommission „Soko Gregor“ ermittelte unter Hochdruck im direkten Umfeld des Rentners, stieß jedoch auf eine Sackgasse:
- [] Zeugenaussagen aus dem Haus: Eine Nachbarin gab an, am Tatabend eine leise Männerstimme im Hausflur gehört und jemanden unerkannt flüchten gesehen zu haben. Eine andere Bewohnerin vernahm verdächtige Geräusche („Stühlerücken“) aus Gregors Wohnung. Dennoch blieb die Identität der Personen unklar.
[] Späte Ausstrahlung bei Aktenzeichen XY: Im Mai 2008 wurde der Fall nach 16 Jahren in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY... ungelöst sowie in der RTL+-True-Crime-Reihe Ungeklärte Morde ausgestrahlt. Zwar gingen neue Hinweise ein, diese reichten für eine Festnahme jedoch nicht aus. - Kein Gerichtsurteil: Da bis heute kein dringender Tatverdächtiger ermittelt oder angeklagt werden konnte, gibt es in diesem Fall kein Gerichtsurteil. Die Akte wird von der Cold-Case-Dienststelle der Polizei im Ruhrgebiet weiterhin auf biologische Spuren mittels moderner DNA-Verfahren geprüft.
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