Cold Case: Der rätselhafte Mord an Chefbote Benedikt Förderreuther (1998)
▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬Am 13. März 1998 wurde der 71-jährige Benedikt Förderreuther leblos in seiner Wohnung in der Amalienstraße im Münchner Stadtteil Maxvorstadt aufgefunden. Das Opfer war der ehemalige, langjährige Chefbote der „Süddeutschen Zeitung“ sowie Hausmeister des Wohnanwesens. Nachdem er von Hausbewohnern länger nicht gesehen worden war, öffnete die Feuerwehr die Wohnung und fand den Rentner. Die Obduktion der Mordkommission ergab ein erschreckendes Bild: Der Senior war durch massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf- und Gesichtsbereich brutal erschlagen und anschließend im Bett erstickt worden.
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- Die slawische Begleitung: Am Nachmittag des 12. März 1998 gegen 16:30 Uhr wurde der Rentner im Treppenhaus zum letzten Mal lebend gesehen. Er war in Begleitung eines auffallend gutaussehenden, etwa 20 Jahre alten Mannes mit „knabenhafter“ Statur und slawischem Erscheinungsbild. Dieser Mann gilt bis heute als der Hauptverdächtige.
- Keine Aufbruchspuren: An der Wohnungstür gab es keinerlei Einbruchspuren. Da das Opfer sehr vorsichtig war, steht fest, dass der 71-Jährige den jungen Mann freiwillig in seine Räumlichkeiten gelassen hat.
- Das Raubmotiv: Nach der Tat durchwühlte der Mörder die Wohnung und entwendete persönliche Wertsachen, Bargeld sowie die EC-Karte des Opfers. Eine spätere Nutzung der Karte an einem Geldautomaten scheiterte jedoch oder brachte die Ermittler nicht weiter.
Trotz einer groß angelegten Fahndung im Münchner Stadtgebiet und im Umfeld des Opfers blieb der Fall über Jahrzehnte ungelöst:
- Suche nach dem Unbekannten: Die intensive Suche nach dem ca. 20-jährigen Mann mit dunklen Haaren verlief im Sande. Weder im persönlichen Umfeld noch in den bayerischen Fahndungsregistern gab es passende Treffer.
- Kein Gerichtsurteil: Da die Identität des flüchtigen Täters bis heute nicht geklärt werden konnte, kam es in diesem Fall nie zu einer Anklage oder einem Gerichtsprozess. Die Akte wird bei der Münchner Cold-Case-Dienststelle weiterhin als unaufgeklärtes Verbrechen geführt.
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