Der brutale Mord an dem 26-jährigen Arbeiter Michael Pfeifer aus Hechingen im Jahr 1988 gehört zu den bekanntesten Cold Cases im Zollernalbkreis. Trotz nationaler Aufmerksamkeit durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ und die Beharrlichkeit eines Hauptzeugen fehlt vom Täter bis heute jede Spur.
- Opfer: Michael Pfeifer (26 Jahre alt, Arbeiter aus Hechingen)
- Tatzeit / Verschwinden: Nacht zum Samstag, 5. November 1988
- Tatort: Hechingen-Unterstadt (Bereich Sigmaringer Straße / heutiges Kaufland)
- Fundort der Leiche: Sonntag, 6. November 1988 (zur Mittagszeit) im Bereich Hechingen
- Todesursache: Gewaltverbrechen (Getötet durch insgesamt 46 Messerstiche)
- Besonderheit: Ein Zeuge aus dem Umfeld lässt seit Jahrzehnten nicht locker und hält an einem konkreten Verdacht fest.
- Zuständige Dienststelle: Staatsanwaltschaft Hechingen / Polizeipräsidium Ravensburg (Dezernat Sonderfälle)
- Die Tatnacht: In der Nacht zum 5. November 1988 hielt sich Michael Pfeifer in der Hechinger Unterstadt auf. Im Bereich der Sigmaringer Straße (nahe dem heutigen Kaufland-Areal) wurde der 26-jährige Arbeiter von einem oder mehreren unbekannten Tätern abgefangen.
- Die Tatausführung: Der Angreifer ging mit massiver Brutalität vor. Die Obduktion ergab später, dass auf das Opfer insgesamt 46 Mal mit einem Messer eingestochen wurde. Michael Pfeifer erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.
- Die Entdeckung: Am darauffolgenden Sonntag, dem 6. November 1988, wurde der leblose Körper des jungen Mannes zur Mittagszeit aufgefunden. Erste Spuren am Tatort deuteten darauf hin, dass das Motiv möglicherweise im persönlichen Umfeld oder dem damaligen Nachtleben zu suchen war.
- Einstellung und Wiederaufnahme: Die ersten Ermittlungen der Sonderkommission blieben ohne durchschlagenden Erfolg. Da kein dringender Tatverdacht gegen eine konkrete Person erhärtet werden konnte, wurde das offizielle Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hechingen zunächst eingestellt. Der Fall wanderte als Cold Case in die Archive.
- Fahndung im Fernsehen: Um nach über 20 Jahren neue Dynamik in die Ermittlungen zu bringen, wurde der Kriminalfall im Dezember 2009 bundesweit in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY ... ungelöst ausgestrahlt. Wie die Medien berichteten, gingen daraufhin zwar mehrere interessante Spuren bei den Ermittlern des Dezernats für Sonderfälle ein, eine heiße Spur zum Mörder fehlte jedoch weiterhin.
- Der Zeuge, der nicht aufgibt: Die Akten sind bis heute nicht geschlossen. Wie das Nachrichtenportal Südwest Presse (SWP) ausführlich berichtete, gibt es bis heute einen wichtigen Zeugen aus Hechingen, der beharrlich an einem schrecklichen Verdacht gegen eine bestimmte Person festhält und versucht, die Justizbehörden zu neuen Schritten zu bewegen.
Die Ermittlungsbehörden und die Foren-Community bitten Personen, die sachdienliche Angaben zu den damaligen Ereignissen in Hechingen machen können, um Mithilfe:
1. Wer hat in der Nacht zum 5. November 1988 im Bereich der Hechinger Unterstadt (Sigmaringer Straße / Kaufland-Bereich) verdächtige Beobachtungen gemacht oder Personen/Fahrzeuge gesehen?
2. Wer kann Angaben zu Personen machen, die sich nach dem November 1988 im Raum Hechingen auffällig verhielten, unerwartet wegzogen oder Andeutungen über die Tatnacht machten?
3. Gibt es Mitwisser aus dem damaligen Umfeld des Opfers, die bisher geschwiegen haben und nun neue Aussagen bei der Polizei machen können?
Zuständige Dienststelle für Hinweise:
Hinweise nimmt die Staatsanwaltschaft Hechingen oder jedes zuständige Polizeipräsidium im Zollernalbkreis entgegen.
Hinweise können auf Wunsch absolut vertraulich behandelt oder anonym bei jeder anderen Polizeidienststelle eingereicht werden.