Der grausame Mord an der 19-jährigen Bank-Auszubildenden Alexandra Spohn am 7. August 1990 gehört zu den traurigsten und frustrierendsten Cold Cases der Berliner Kriminalgeschichte. Bis heute kämpfen Angehörige und Kriminalisten gegen das Vergessen dieses Verbrechens in Berlin-Charlottenburg.
Die Wohnung in Charlottenburg: Alexandra Spohn lebte in einer Erdgeschosswohnung im Berliner Stadtteil Charlottenburg. Dort wurde die junge Frau am 7. August 1990 tot aufgefunden.
Extreme Brutalität: Der Täter ging mit erschreckender Gewalt vor. Alexandra wurde in ihrer Wohnung gefesselt, geknebelt und mit mehreren Messerstichen in die Brust verletzt. Sie erlag am Tatort ihren schweren Verletzungen und verblutete.
Kein Einbruch: Da es keine deutlichen Einbruchspuren gab, stand früh der Verdacht im Raum, dass das Opfer den Täter freiwillig hineingelassen haben könnte oder arglos überrascht wurde.
Spurenlage und DNA: Am Tatort wurden damals diverse Spuren gesichert. Trotz des technologischen Fortschritts und nachträglicher DNA-Abgleiche in den Folgejahren konnte kein Treffer in den Datenbanken erzielt werden.
Schließung der Akte: Nach fast zwei Jahrzehnten intensiver Arbeit und dem Nachgehen hunderter Spuren schloss die Berliner Justiz/Mordkommission im Jahr 2009 die offizielle Ermittlungsakte vorerst ab. Für die Familie – insbesondere ihre Mutter Astrid S. – war dies ein schwerer Schlag.
Ein Gedicht an den Mörder: Zum 20. Jahrestag der Tat im Jahr 2010 erregte der Fall noch einmal mediale Aufmerksamkeit, als die Familie eine herzzerreißende Suchanzeige in Form eines achtstrophigen Gedichts in Berliner Tageszeitungen schaltete, um das Gewissen des Täters oder von Mitwissern zu prüfen.
https://www.bild.de/news/2010/anzeige-g ... .bild.html
https://www.bz-berlin.de/archiv-artikel ... erte-morde