Die letzte Schicht: Der ledige Horst Gnegel arbeitete als Aushilfsfahrer für ein lokales Taxiunternehmen in Henstedt-Ulzburg. Er galt als extrem zuverlässig und führte im Gegensatz zu vielen Kollegen ein sehr penibles Fahrtenbuch, um jede Tour exakt zu dokumentieren.
Der tödliche Halt: Am späten Abend nahm er einen oder mehrere unbekannte Fahrgäste auf. Die Fahrt endete abrupt an einem abgelegenen Bahnübergang bei Kaltenkirchen. Dort feuerte der Täter mit einer großkalibrigen Schusswaffe mehrfach auf den jungen Taxifahrer.
Raubmord im Fokus: Horst Gnegel wurde blutüberströmt in seinem Fahrzeug aufgefunden. Der Täter durchwühlte das Taxi und raubte die Geldbörse des Opfers mit den Tageseinnahmen. Die Beute belief sich schätzungsweise auf lediglich ein paar Hundert D-Mark.
Tatwaffe und Munition: Die am Tatort gesicherten Projektile und Patronenhülsen einer großkalibrigen Waffe sind bis heute die konkretesten physischen Ermittlungsansätze der Kriminalpolizei. Ein Abgleich in den Waffenregistern brachte jedoch keinen Treffer.
Öffentliche Fahndung: Der Fall wurde unter anderem in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ (Kripo Kiel) bundesweit ausgestrahlt. Trotz zahlreicher eingegangener Hinweise und einer späteren Großrazzia in einer regionalen Diskothek blieb die entscheidende Spur aus.
Das große Rätsel: Unklar blieb, ob es sich um die spontane Tat eines drogenabhängigen Raubtäters handelte oder ob Horst Gnegel gezielt als Opfer ausgewählt wurde. Der Fall wird bei der zuständigen Polizeidirektion weiterhin als ungeklärter Cold Case geführt.