Der gewaltsame Tod der 25-jährigen Studentin Heike Block am Tag der Währungsunion-Nachwehen im Berliner Bezirk Pankow gehört zu den mysteriösesten Cold Cases der Nachwendezeit. Seit über drei Jahrzehnten sucht die Berliner Mordkommission vergeblich nach dem Täter, der sein Opfer mitten im Wohngebiet attackierte.
Die letzte Fahrt: Die junge Mutter einer dreijährigen Tochter und Studentin der Lebensmitteltechnologie an der Humboldt-Universität befand sich auf dem Heimweg. Sie nutzte die S-Bahn aus Oranienburg und wurde gegen 17:31 Uhr von Zeugen im vorletzten Wagen auf einem Fensterplatz gesehen.
Der tödliche Hinterhalt: Heike Block stieg am S-Bahnhof Pankow aus. Auf dem verbleibenden Fußweg zu ihrer Wohnung wurde sie in der Masurenstraße (nahe einem kleinen Park) abgefangen, brutal attackiert und getötet.
Raub oder Verdeckung? Der Täter flüchtete unerkannt vom Tatort. Auf der Flucht durchwühlte er die Tasche des Opfers und verlor oder entsorgte Gegenstände wie eine Diplomarbeit und persönliche Utensilien auf den umliegenden Wegen. Ein eindeutiges Raubmotiv oder eine Beziehungstat konnten nie bewiesen werden.
Keine Spuren im Nachwende-Chaos: Die Ermittlungen gestalteten sich in der turbulenten Berliner Nachwendezeit und den sich neu strukturierenden Polizeibehörden als äußerst schwierig. Wertvolle Zeugenhinweise aus der S-Bahn brachten letztlich keinen Durchbruch.
Täterprofil im Dunkeln: Ob Heike Block zufällig Opfer eines Raubmörders wurde oder ob ihr der Täter gezielt vom Bahnhof aus folgte, blieb bis heute unbeantwortet. Der Fall wird bei der Berliner Polizei weiterhin als unaufgeklärter Cold Case geführt.
Dieser historische Berliner Fall von 1991 darf nicht mit dem bekannteren Stalking-Mord an der gleichnamigen Bremer Lehrerin Heike Block aus dem Jahr 2009 verwechselt werden, welcher juristisch vollständig aufgeklärt wurde.
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