Am 24. Juli 1996 erschütterte ein mysteriöses Verbrechen die Stadt Leipzig. Die 49-jährige Justizsekretärin Barbara Beer verschwand spurlos auf dem Weg zu einem Kegelabend. Jahre später wurden ihre sterblichen Überreste in einem Waldstück entdeckt. Trotz intensiver Ermittlungen im Leipziger Justiz- und Immobilienmilieu fehlt vom Täter bis heute jede Spur.
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Der Tattag: Es war der 24. Juli 1996, als die pflichtbewusste Beamtin am späten Nachmittag ihre Wohnung verließ und nie wieder lebend gesehen wurde.
[]Das Opfer: Barbara Beer war zum Tatzeitpunkt 49 Jahre alt und arbeitete als Justizsekretärin am Amtsgericht Leipzig.
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Der Fundort: Ihr blauer Renault wurde erst im Februar 1997 im Stadtteil Rückmarsdorf entdeckt. Die Skelettteile der Getöteten wurden schließlich im Februar 2000 von Arbeitern in einem Waldgebiet bei Raßnitz (Sachsen-Anhalt) freigelegt.
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Spur in den „Sachsensumpf“: Aufgrund ihrer Tätigkeit am Gericht vermuteten die Ermittler früh, dass das Opfer brisantes Insiderwissen über illegale Immobiliengeschäfte der organisierten Kriminalität besaß. Der Fall wurde später mit der sogenannten „Sachsensumpf“-Affäre rund um Korruption in Justiz und Politik verknüpft.
[]Parallelen zu anderen Fällen: Die Ermittler prüften intensive Verbindungen zum zeitnahen, ungeklärten Verschwinden des 24-jährigen Michael Mielke, der ebenfalls Kontakte in das damalige Leipziger Immobilien- und Rotlichtmilieu hatte.
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Status quo: Die Sonderkommissionen konnten den oder die Täter bis heute nicht überführen. Die Akte Barbara Beer verbleibt als hochkomplexer und aktiver Cold Case bei den sächsischen Strafverfolgungsbehörden.
Zuständig für ungelöste Tötungsdelikte ist das Landeskriminalamt Sachsen bzw. die zuständige Polizeidirektion Leipzig.
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