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Erstes Opfer (Bremerhaven): Die 45-jährige Pflegehelferin Bärbel Barnkow beendete am 4. September gegen 20:30 Uhr ihre Spätschicht am Krankenhaus „Am Bürgerpark“. Als sie auf dem dunklen Parkplatz in ihr Auto stieg, feuerte der Täter ihr aus nächster Nähe eine Kugel in die rechte Wange. Sie wurde schwerstverletzt auf dem Beifahrersitz gefunden und erlag 40 Stunden später im Koma ihren Verletzungen.
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Zweites Opfer (Bremen): Nur wenige Stunden später kehrte die 42-jährige Hausfrau Ingrid Remmers von einem Besuch bei ihrem Geliebten aus Nienburg zurück. Auf dem Parkplatz des Arbeitsamtes in Bremen fing der Mörder sie ab. Sie wurde ebenfalls per Kopfschuss getötet, gefesselt und auf dem Rücksitz ihres Renault abgelegt. Ihre Leiche wurde am 6. September entdeckt.
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Die zynische Botschaft: Der Täter platzierte die Bankkarte des ersten Opfers (Bärbel Barnkow) ganz gezielt am zweiten Tatort bei Ingrid Remmers, um der Polizei unmissverständlich zu demonstrieren, dass beide Morde von derselben Hand ausgeführt wurden.
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Das erzwungene Geständnis des Autodiebs: Die Polizei glaubte zunächst an einen schnellen Erfolg und verhaftete den 20-jährigen Autodieb Frank D., der in der Tatnacht einen Audi nahe der Tatorte gestohlen hatte. Unter massivem Verhördruck gestand der junge Mann die Morde. Das Geständnis stellte sich jedoch schnell als komplett falsch heraus – der unschuldige Autodieb wurde wieder freigelassen.
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Der Ehemann im Visier: Später beschuldigte die Sonderkommission den Ehemann von Ingrid Remmers. Die Theorie: Er habe seine Frau wegen ihrer Affäre bestrafen wollen und den ersten Mord an der Krankenschwester nur inszeniert, um ein gezieltes Beziehungsmotiv zu verschleiern. Auch dieser schwerwiegende Verdacht zerschlug sich völlig, da es keinerlei Beweise gab.
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Parallelen zu den Göhrde-Morden: Jahrzehnte später rollten die Ermittler die Akten im Rahmen einer Cold-Case-Offensive neu auf. Dabei stießen sie auf erdrückende Parallelen zu den berüchtigten „Göhrde-Morden“. Das eiskalte Vorgehen, die gezielten Kopfschüsse in Fahrzeugen, das Fesseln der Opfer und das Fehlen jeglicher sexueller Gewalt passen exakt in das Muster des mutmaßlichen Serienmörders.
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Die unidentifizierten Hundehaare: Ein hochinteressantes Detail verbindet die Fälle: In den Fahrzeugen beider Tatorte wurden damals fremde Hundehaare gesichert, zu denen die Opferfamilien keinen Kontakt hatten. BKA-Ermittler ordneten sie einem Schäferhund zu. Kurt-Werner Wichmann besaß nachweislich einen Schäferhund namens „Rex“.
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Keine finale Gewissheit: Da Wichmann sich bereits 1993 in Untersuchungshaft das Leben nahm, konnte er zu dem Doppelmord von 1991 nie mehr vernommen werden. Eine endgültige Überprüfung seiner DNA gestaltet sich schwierig, da sein genetisches Profil historisch bedingt gesondert angefordert und abgeglichen werden muss.
Link:
https://mordserie.de/verdachtsfaelle/do ... rs-bremen/
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ar ... 07b0972e9/