Der tragische Mord an der 20-jährigen Schülerin Anja Lutter im Spätherbst 1992 erschütterte die Hansestadt Rostock zutiefst. Die junge Frau verschwand nach dem Besuch des Abendgymnasiums spurlos auf ihrem Heimweg. Trotz einer jahrzehntelangen Suche nach dem Täter und einer bundesweiten Fernsehfahndung konnte das grausame Sexualdelikt bis heute nicht aufgeklärt werden.
1992-Mord an
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Das Verschwinden am Abend: Am späten Abend des 24. November 1992 besuchte Anja Lutter das Rostocker Abendgymnasium. Gegen 21:00 Uhr trat sie den Heimweg in Richtung ihres Wohnortes Dummerstorf an. Zuletzt wurde sie in der Neubrandenburger Straße in Rostock gesehen.
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Die Tramper-Theorie: Da zu dieser späten Stunde keine optimalen Busverbindungen mehr bestanden, neigte die 20-Jährige wie viele Jugendliche damals dazu, per Anhalter zu reisen. Die Ermittler gehen fest davon aus, dass sie an der Straße zu einem Fremden ins Auto stieg.
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Der Fundort bei Börgerende: Erst vier Monate später, am 23. März 1993, machten Arbeiter in einem unwegsamen Moorgebiet – der Conventer Niederung bei Börgerende westlich von Rostock – eine schreckliche Entdeckung. Sie fanden die Leiche der vermissten Schülerin.
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Todesursache und Missbrauch: Die Obduktion der Rechtsmedizin brachte traurige Gewissheit. Anja Lutter war Opfer eines schweren Sexualverbrechens geworden. Der Täter hatte sie missbraucht und anschließend mit einem Gürtel erdrosselt.
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Suche nach dem Fluchtauto: Der Fundort im Moor war damals nur über raue, unbefestigte Plattenwege erreichbar, die vor allem Einheimischen, Landwirten oder Anglern bekannt waren. Die Kriminalpolizei suchte gezielt nach Zeugen, denen in der Tatnacht im Winter 1992 ein verdächtiges Fahrzeug in der Conventer Niederung aufgefallen war.
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Keine DNA-Treffer: Da die Leiche über die Wintermonate hinweg im feuchten Moor lag, gestaltete sich die Sicherung verwertbarer Spuren als extrem schwierig. Die damals gesicherten biologischen Merkmale brachten in den polizeilichen Datenbanken bislang keinen Treffer hervor.
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Große Fahndung bei Aktenzeichen XY: Im Januar 2015 – mehr als 22 Jahre nach der Tat – rollte das Polizeipräsidium Rostock den Fall als aktiven Cold Case noch einmal bundesweit auf. Der Mord wurde in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ in einem detaillierten Filmbeitrag rekonstruiert.
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Zahlreiche Anrufe: Nach der Ausstrahlung der Sendung gingen über 50 Hinweise bei den Ermittlern ein. Zeugen meldeten sich mit Informationen zu verdächtigen Personen und Fahrzeugen aus der damaligen Zeit. Ein entscheidender Tatverdacht gegen eine konkrete Person ließ sich daraus jedoch letztlich nicht erhärten.
Link
https://www.polizei.mvnet.de/Presse/Fah ... %20spurlos.
https://www.rostock-heute.de/aktenzeich ... tock/78751