Der tragische und unaufgeklärte Mord an der 21-jährigen Dresdnerin Anne Stephan im Sommer 1993 bewegt die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern bis heute. Die junge Krankenschwester und angehende Medizinstudentin wollte die mecklenburgische Seenplatte bei einer friedlichen Fahrradtour erkunden, als sie Opfer eines brutalen Verbrechens wurde. Trotz einer der größten Suchaktionen der Region blieb die Täterschaft bis heute ungeklärt.
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Das Verschwinden auf Radtour: Am 20. Juli 1993 brach Anne Stephan zu einer mehrtägigen Solo-Fahrradtour auf. Sie passierte unter anderem die Klosterkirche Wanzka und Burg Stargard. Auf dieser Route verlierte sich plötzlich jede Spur von der jungen Frau.
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Massives Suchaufgebot: Nach der Vermisstenmeldung leitete die Polizei eine groß angelegte Suchaktion ein. Rund 200 Polizisten, Spürhunde und Hubschrauber durchkämmten die Wälder und Ortschaften der mecklenburgischen Seenplatte – zunächst ohne jeden Erfolg.
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Der Fund im Wald: Ein gutes halbes Jahr später, im März 1994, machte ein Sammler von abgeworfenem Hirschgehörn im dichten Forst zwischen Holldorf und Blankensee die traurige Entdeckung. Er stieß im Unterholz auf die skelettierten, sterblichen Überreste der vermissten Studentin.
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Ein zufälliges Gewaltverbrechen? Da Anne Stephan allein mit dem Fahrrad unterwegs war und die Region touristisch sehr belebt war, gingen die Profiler von einem spontanen Überfall oder einem Sexualdelikt aus. Ein persönliches Motiv außerhalb von Urlaubsbekanntschaften wurde weitgehend ausgeschlossen.
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Fehlende Spuren durch Zeitablauf: Da die Leiche über acht Monate lang schutzlos den Witterungseinflüssen des Winters ausgesetzt war, gestaltete sich die Spurensicherung am Fundort als extrem schwierig. Wertvolle biologische Spuren oder Täter-DNA konnten damals mit den herkömmlichen Methoden nicht mehr gesichert werden.
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Der Fall im Fernsehen: Um bundesweit Urlauber und Zeugen zu erreichen, die im Sommer 1993 an der mecklenburgischen Seenplatte unterwegs waren, wurde der Mord am 15. Juli 1994 in der ZDF-Fahndungssendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ (Kripo Neubrandenburg) als Filmfall ausgestrahlt.
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Details zur Route: In der Sendung wurden insbesondere Zeugen gesucht, denen die junge Frau mit ihrem bepackten Tourenrad aufgefallen war oder die verdächtige Fahrzeuge an den Waldrändern bemerkt hatten. Die eingegangenen Hinweise brachten jedoch keinen Durchbruch.
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