Der brutale Überfall auf die 67-jährige Tierärztin und bekannte Umweltaktivistin Barbara Zürner im Herbst 1997 gehört zu den ungelösten und bewegendsten Kriminalfällen im Land Brandenburg. Die engagierte Frau, die über Jahrzehnte hinweg selbstlos die Landstraßen ihrer Region von Müll befreite, wurde bei ihrer Arbeit hinterhältig attackiert. Sie erwachte nie wieder aus dem Koma und verstarb Jahre später an den schweren Folgen der Tat.
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Die Tatnacht: In den späten Abendstunden des 30. Oktober 1997 war Barbara Zürner wie so oft mit ihrem alten Fahrrad auf der Pinnower Chaussee zwischen Velten und Borgsdorf (Landkreis Oberhavel) unterwegs, um illegal entsorgten Abfall aufzusammeln.
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Brutale Misshandlung: In Höhe einer Bushaltestelle am Leegebrucher Weg wurde die wehrlose Frau von einem oder mehreren Unbekannten überfallen. Der Täter ging mit unvorstellbarer Brutalität vor: Neben massiven Schlägen gegen den Kopf und Oberkörper wurde das Opfer auch sexuell schwer misshandelt und vergewaltigt.
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Fundort: Erst am nächsten Morgen, dem 31. Oktober 1997, entdeckten Passanten die lebensgefährlich verletzte und stark unterkühlte Frau bewusstlos im Straßengraben. Aufgrund der schweren Schädel-Hirn-Verletzungen fiel sie sofort in ein tiefes Koma.
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Später Tod im Pflegeheim: Nach viereinhalb Jahren im Wachkoma verstarb Barbara Zürner am 3. März 2002 in einem Pflegeheim in Radebeul bei Dresden, ohne jemals das Bewusstsein wiedererlangt zu haben. Juristisch wurde der Fall damit zum Mord.
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Konflikte wegen des Umweltschutzes? Da Barbara Zürner eine willensstarke Frau war, die Autofahrer und Passanten oft direkt und energisch ansprach, wenn diese Müll aus dem Fenster warfen, stand ein Racheakt von ertappten Umweltsündern lange im Fokus der Ermittler. Sie war in der Region bekannt und wurde von manchen Autofahrern als Verkehrshindernis beschimpft.
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Kein Raubüberfall: Da bei dem Opfer weder Geld noch Wertsachen entwendet wurden, schloss die Mordkommission ein klassisches Raubdelikt schnell aus. Es handelte sich um eine reine, sadistische Gewalt- und Sexualtat.
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Massen-DNA-Test ohne Erfolg: Obwohl die Kriminaltechniker am Tatort biologische Spuren des Täters sichern konnten, führten groß angelegte Speicheltests bei mehr als 80 Männern aus der Region und dem Umfeld zu keinem Treffer in der Datenbank.
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Der Barbara-Zürner-Umweltpreis: Um ihr außergewöhnliches, selbstloses Engagement unvergessen zu machen, benannte der Landkreis Oberhavel den regionalen Umweltschutzpreis offiziell nach ihr.
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Mediales Echo: Der tragische Fall wurde über die Jahrzehnte mehrfach in der regionalen Presse sowie im bekannten RBB-True-Crime-Podcast „Im Visier – Verbrecherjagd in Berlin und Brandenburg“ thematisiert, um möglicherweise doch noch späte Zeugen zu erreichen.
Link:
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ar ... 13d2c50e6/
ABO: https://www.berliner-zeitung.de/article ... ner-222483