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Die Tatzeit: Am Nachmittag des 6. Mai 1999 stellte Dr. Piotr Blumenstock gegen 15:45 Uhr seinen Wagen in einer Garage im Berliner Ortsteil Nikolassee (Bezirk Zehlendorf) ab.
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Der tödliche Schuss: Auf dem kurzen Fußweg von der Garage zu seinem Wohnhaus in einer kleinen, von 1930er-Jahre-Villen geprägten Grünanlage lauerte ihm der Täter auf. Dr. Blumenstock wurde durch einen gezielten Kopfschuss aus nächster Nähe getötet. Eine Radfahrerin entdeckte wenig später den blutenden Mann auf dem Gehweg.
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Die Flucht der Täter: Die Tat war minutiös geplant. Anwohner hatten in den Wochen vor dem Mord verdächtige Männer beobachtet, die das Opfer aus einem gestohlenen VW Passat heraus ausspionierten. Kurz nach dem Mord ließen die Täter das Fluchtfahrzeug am Olivaer Platz in Berlin-Wilmersdorf zurück.
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Export nach Osteuropa: Dr. Blumenstock betrieb eine sehr erfolgreiche Firma, die pflanzliche und pharmazeutische Medikamente in das osteuropäische Ausland exportierte (darunter Polen, Litauen und Lettland). Zum Tatzeitpunkt plante er eine massive Ausweitung seiner Geschäfte nach Russland und Tschechien.
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Ein klassischer Auftragsmord: Die Ermittler gingen aufgrund der Tatausführung und der Spionage im Vorfeld fest davon aus, dass es sich um eine professionelle Exekution im Auftrag der organisierten Kriminalität (bevorzugt aus dem osteuropäischen Raum) handelte, um Dr. Blumenstock als unliebsamen Konkurrenten auszuschalten.
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Der mutmaßliche Killer identifiziert: Fast 20 Jahre nach der Tat gelang dem Landeskriminalamt Berlin ein sensationeller Ermittlungserfolg. Durch neue Hinweise und den Abgleich kriminalistischer Erkenntnisse geriet der gebürtige Ukrainer Vladimir Svintkovski unter dringenden Mordverdacht.
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Weltweiter Fahndungsaufruf: Im Januar 2019 startete die Staatsanwaltschaft Berlin eine internationale Öffentlichkeitsfahndung nach dem damals 67-jährigen Svintkovski. Er wird als extrem gefährlicher und brutaler „Verwandlungskünstler“ beschrieben, der gerne mit Zügen reist und gefälschte Identitäten nutzt. Für entscheidende Hinweise wurde eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.
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Bis heute flüchtig: Trotz Dutzender neuer Hinweise nach dem Aufruf fehlt von Svintkovski weiterhin jede Spur. Die Ermittler prüfen zudem spekulativ, ob der gesuchte Killer noch für weitere ungeklärte Kopfschuss-Morde in Europa verantwortlich sein könnte.
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