Der extrem brutale Mord an dem 26-jährigen Michael Krieger am Neujahrstag 1991 in Krefeld schockierte die Region und gilt bis heute als ungelöst. Der junge Betreiber eines Sonnenstudios wurde am späten Nachmittag mitten in seinem Geschäft regelrecht hingerichtet. Da die Tatumstände massiv auf ein persönliches Motiv hindeuten, aber nie ein Täter ermittelt werden konnte, bleibt der Fall bis heute Gegenstand kriminalistischer Ermittlungen und Spekulationen im privaten Umfeld des Opfers.
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Die Tatzeit: Am 1. Januar 1991 hielt sich Michael Krieger gegen 17:00 Uhr alleine in dem von ihm und seiner Schwester betriebenen Sonnenstudio an der St.-Anton-Straße in der Krefelder Innenstadt auf, um Abrechnungen zu erledigen.
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Extreme Brutalität: Der unbekannte Täter drang in das Geschäft ein und attackierte Krieger mit massiver Gewalt. Dem Opfer wurde zweimal die Kehle durchgeschnitten, er erlitt einen Stich direkt ins Herz sowie insgesamt 16 Messerstiche.
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Vage Zeugenbeschreibungen: Zeugen sahen zur Tatzeit eine Person (oder möglicherweise zwei Verdächtige) das Studio betreten oder verlassen. Da der Hauptverdächtige jedoch nur von hinten gesehen wurde, blieb eine präzise Täterbeschreibung unmöglich.
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Beziehungstat im Fokus: Aufgrund der extremen Übertötung (Overkill) geht die Mordkommission fest von einer klassischen Beziehungstat oder einem persönlichen Racheakt aus. Ein Raubmord wird weitgehend ausgeschlossen, da kaum Geld entwendet wurde.
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Das „Sunnyboy“-Umfeld: Krieger galt als beliebter, gutaussehender Mann, der auch während fester Beziehungen unverblümt Kontakt zu anderen Frauen suchte. Die Ermittler vermuten das Motiv im Bereich Eifersucht, gekränkter Ehre oder einem Konflikt aus dem Liebesleben.
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Keine heiße Spur: Trotz Dutzender überprüfter Alibis und Vernehmungen aus dem Bekanntenkreis konnte dem Täter bis heute keine konkrete Tatbeteiligung oder DNA-Spur nachgewiesen werden.
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Aktenzeichen XY... Ungelöst: Im April 2019 – 28 Jahre nach der Tat – rollte die Kripowache Krefeld den Fall in der ZDF-Fahndungssendung wieder auf. Es gingen über 30 neue Hinweise ein, die jedoch zu keiner Festnahme führten.
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Neuer Blick auf alte Asservate: Der Fall wurde im Zuge der Ermittlungsoffensive des Landes Nordrhein-Westfalen für ungeklärte Tötungsdelikte an pensionierte Ermittler und Spezialisten übergeben, um alte Spuren mit modernster DNA-Kriminaltechnik erneut zu überprüfen.
Links:
https://www.wz.de/nrw/krefeld/28-jahre- ... d-38246021
https://www.wz.de/nrw/krefeld/krefeld-a ... d-38391237
https://www.ruhr24.de/tv-streaming/akte ... 49393.html