-
Das Opfer: Sharon Harper kam aus Irland und arbeitete 1990 als Au-Pair in Würzburg. In ihrer Freizeit verkehrte sie häufig im Umfeld von US-Soldaten, unter anderem in der damals bekannten Würzburger Diskothek „Green Goose“.
-
Das Verbrechen: Im Jahr 1990 wurde die Jugendliche hinterrücks attackiert und erstochen.
-
Spurenlage: Am Tatort konnten nur wenige brauchbare Sachbeweise gesichert werden. Ein klares Motiv oder eine direkte Spur zum Täter zeichneten sich in den ersten Jahren der Ermittlungen nicht ab.
-
Parallelen zu anderen Taten: Erst Jahre nach dem Mord rückten neue Ermittlungsansätze in den Fokus. Anfang der 1990er-Jahre kam es im Raum Würzburg zu weiteren, ähnlich gelagerten Gewalttaten an jungen Frauen.
-
Der US-Soldat im Visier: Die Ermittler prüften unter anderem eine Verbindung zu einem später verurteilten US-Soldaten, der wegen zweier Tötungsdelikte in Unterfranken gefasst wurde. Da Sharon Harper oft mit US-Militärangehörigen unterwegs war, galt dieser Kreis als potentielles Tätermilieu.
-
Keine Anklage: Obwohl die Ermittler im Laufe der Zeit zwei konkrete Tatverdächtige (darunter einen mutmaßlichen Serienmörder) ins Visier nahmen, reichten die Beweise für eine Anklage nie aus. Es bleibt beim dringenden, aber unbewiesenen Verdacht.
Podcast-Bericht zum Fall Sharon Harper
Link:
https://www.infranken.de/lk/wuerzburg/s ... rt-2991983