Der gewaltsame Tod des herzkranken Frührentners Josef „Hansi“ Funke gehört zu den großen ungelösten Kriminalrätseln in Sachsen-Anhalt. Trotz intensiver Ermittlungen im Bekanntenkreis des Opfers und einer späteren Rekonstruktion des Falls für das Fernsehen konnte das Verbrechen bis heute nicht aufgeklärt werden.
••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••
Das Verbrechen ereignete sich im Spätherbst in Aschersleben. Josef Funke, der aufgrund einer schweren Herzerkrankung gesundheitlich stark eingeschränkt war, wurde leblos in seiner Wohnung aufgefunden. Die Obduktion durch die Rechtsmedizin ergab zweifelsfrei, dass der Frührentner Opfer eines Tötungsdelikts geworden war. Er wurde in seinen eigenen vier Wänden erstickt. Da die Wohnungstür verschlossen war und keinerlei Einbruchspuren am Objekt gefunden wurden, gingen die Ermittler früh davon aus, dass das Opfer den oder die Täter freiwillig hineingelassen hatte oder diese im Besitz eines Schlüssels waren.
••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••
Die Ermittler der zuständigen Kriminalpolizei durchleuchteten das Leben des Opfers gründlich. Johannes Funke war in Aschersleben sehr gut bekannt und pflegte regelmäßige Kontakte. Aus seiner Wohnung verschwand nach der Tat eine braune Ledergeldbörse, weshalb die Behörden ein Habgier- oder Raubmotiv nicht ausschlossen. Dennoch lieferte die Spurensicherung am Tatort keine zielführenden Hinweise auf eine konkrete Person. Auch im Bekanntenkreis des Getöteten ergab sich trotz zahlreicher Vernehmungen kein dringender Tatverdacht. Die Ermittlungen gerieten schließlich ins Stocken.
••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••
Da Mord in Deutschland rechtlich niemals verjährt, gaben die Behörden die Suche nach dem Täter nicht auf. Jahre nach der Tat wurde das ungesühnte Verbrechen in der MDR-Sendung „Kripo live“ noch einmal detailliert ausgestrahlt, um neue Zeugenhinweise aus der Bevölkerung zu generieren. Obwohl im Zuge der Ausstrahlung vereinzelte Hinweise eingingen, reichten diese für einen entscheidenden Durchbruch oder eine Festnahme nicht aus. Die Akten der Ermittlungsbehörden bleiben daher als ungelöster Altfall geöffnet.
••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••
Hinweise zum Mord an Josef „Hansi“ Funke nimmt die zuständige Polizeiinspektion Magdeburg oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
------------------------------
Link:
https://bielefeld.polizei.nrw/presse/bi ... -jahr-1994
https://www.zdf.de/video/dokus/true-cri ... -crime-100
https://www.westfalen-blatt.de/owl/krei ... eg=default
https://www.zeit.de/news/2024-09/17/neu ... taxifahrer