Im Februar 1990 vanished der damals 25-jährige Ernst Kaminski spurlos aus Siegburg. Mehr als vier Jahre später, am 23. Mai 1994, entdeckten Schüler in einem Waldstück namens „In der Mordkaule“ in Ruppichteroth-Beiert (Rhein-Sieg-Kreis) menschliche Knochen. Untersuchungen der Rechtsmedizin Bonn ergaben eindeutige Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Die Identität des Toten blieb jedoch jahrzehntelang ungeklärt, da man aufgrund der Skelettmerkmale fälschlicherweise zunächst von einer Frau ausging. Erst durch moderne DNA-Analysen im Zuge einer Cold-Case-Ermittlung und die TV-Ausstrahlung bei „Aktenzeichen XY... ungelöst“ im September 2021 konnte das Opfer als Ernst Kaminski identifiziert werden.
- Februar 1990: Ernst Kaminski wird von seinen Angehörigen offiziell als vermisst gemeldet. Nach polizeilichen Erkenntnissen lebte er zuletzt in Siegburg und bewegte sich im Drogenmilieu.
- Oktober 1992: Kriminalpolizeiliche Ermittlungen deuten darauf hin, dass das Opfer zu diesem Zeitpunkt möglicherweise noch lebte.
- 23. Mai 1994: Schüler finden die skelettierten Knochenteile tief im Wald.
- Wer kann Angaben zu Ernst Kaminskis Aufenthaltsorten oder Kontakten zwischen seinem Verschwinden im Februar 1990 und dem Knochenfund im Mai 1994 machen?
- Wer hat im fraglichen Zeitraum verdächtige Beobachtungen in der Waldgemarkung „In der Mordkaule“ bei Ruppichteroth-Beiert gemacht?
Für entscheidende Hinweise, die zur Ermittlung oder Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung von insgesamt 5.000 Euro ausgesetzt (2.000 Euro von der Staatsanwaltschaft Bonn und 3.000 Euro von den Angehörigen).
Sachdienliche Hinweise nimmt die zuständige Mordkommission der Bonner Polizei unter folgender Rufnummer entgegen: