In der Nacht auf den 8. September 1993 wurde die 51-jährige Waltraud Ess, eine sehr bekannte und beliebte Geschäftsfrau (Geschäftsführerin des Autohauses Kuhn), in ihrer Wohnung in Bad Neustadt an der Saale (Landkreis Rhön-Grabfeld, Unterfranken) überfallen. Ein oder mehrere unbekannte Täter fesselten die Frau so brutal am ganzen Körper sowie über Mund und Nase, dass sie qualvoll erstickte. Die Ermittler gründeten im Zuge neuer kriminaltechnischer Ermittlungsmethoden die Soko „Ess“, um den Fall nach über drei Jahrzehnten doch noch aufzuklären.
- 6. September 1993: Waltraud Ess kehrt gut gelaunt aus einem Griechenland-Urlaub zurück.
- 7. September 1993 (Abend): Sie verbringt den Abend in der Innenstadt in der „Weinstube Dörr“ und kehrt später in ihre Wohnung zurück.
- Die Tatnacht (8. September): Der oder die Täter dringen in ihre Wohnung ein, fesseln sie wehrlos mit Klebeband und Elektrokabeln und überlassen sie ihrem Schicksal.
- Die Beute: Die Täter durchsuchen die Räumlichkeiten und flüchten mit einer Beute von lediglich 3.500 D-Mark. Andere Wertgegenstände blieben unangetastet.
- Kriminaltechnischer Durchbruch: Dank modernster und hochsensibler DNA-Analysemethoden konnten an den damaligen Asservaten (unter anderem dem verwendeten Klebeband) neue, tatrelevante Spuren gesichert werden.
- Spuren nach Berlin: Die neu aufgerollten Ermittlungen der Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Schweinfurt ergaben unter anderem konkrete Hinweise, die in Richtung Berlin führen.
Da Mord niemals verjährt, bittet die Kriminalpolizei Schweinfurt die Bevölkerung um Mithilfe. Wer sachdienliche Hinweise zu den Tätern, zu verdächtigen Beobachtungen im September 1993 in Bad Neustadt oder zu Personen aus dem Umfeld mit Berlin-Bezug machen kann, wendet sich an die Dienststelle: