Der 25-jährige Hundeschulen-Betreiber Arne Leif Conrad aus Burgwedel verschwand in der Nacht zum 3. Juli 2004 spurlos. Eine Woche später wurde seine Leiche rund 70 Kilometer entfernt im Boketeich bei Bockenem (Landkreis Goslar) entdeckt. Laut Gerichtsmedizin starb er durch massive Gewalteinwirkung gegen den Hals. Der Fall wurde unter anderem in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ ausgestrahlt, blieb aber bis heute ein ungelöster Cold Case.
- 2. Juli 2004, gegen 22:00 Uhr: Nach einem Restaurantbesuch mit einer Freundin bringt Conrad diese und seinen Hund nach Hause.
- Gegen 23:45 Uhr: Ein Zeuge sieht den 25-Jährigen allein in seinem Auto auf einem Parkplatz an den Ricklinger Teichen in Hannover sitzen. Das Areal galt damals als anonymer Treffpunkt der Homosexuellenszene. Hier verliert sich seine Spur.
- 9. Juli 2004: Spaziergänger finden die abgelegte Leiche im Boketeich nahe der Autobahn 7.
- Der VW Passat: Das Auto des Opfers (silberner VW Passat, Kennzeichen H-AC 1070) wurde Tage nach der Tat von zwei unbekannten Männern bei einem Pfandleiher in Hanau (Hessen) angeboten. Der Händler schöpfte Verdacht und informierte später die Polizei.
- Phantombilder: Über Überwachungskameras konnten Phantombilder der beiden Männer erstellt werden, die fließend Deutsch sprachen. Sie wurden bis heute nie identifiziert. Zudem verschwand Conrads Uhr der Marke „Seiko Tita Kinetic“.
Da Mordfälle niemals verjähren, bittet die Polizei weiterhin um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Zuständig für den Fall ist das Polizeipräsidium Hannover: