Die 31-jährige, aus Russland stammende Anna Nowak verschwand am 19. April 2001 spurlos aus ihrer Wohnung im Osten von Straubing (Niederbayern). Trotz einer Großfahndung, Suchhunden und einem Beitrag in der TV-Sendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ blieb sie jahrelang verschwunden. Erst im Jahr 2011 wurde durch DNA-Abgleiche Gewissheit erlangt: Bereits 2006 gefundene skelettierte Knochenreste in einem böhmischen Waldgebiet in Tschechien gehörten der Vermissten. Die Ermittler gehen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von einem Gewaltverbrechen aus.
- 19. April 2001: Anna Nowak führt ihr definitiv letztes Telefongespräch von Straubing aus mit ihrem in Berlin lebenden Ex-Mann. Danach verliert sich jede Spur.
- Herbst 2006: Ein tschechischer Pilzsammler entdeckt die sterblichen Überreste in einem Waldstück, etwa 30 Kilometer hinter der deutsch-tschechischen Grenze.
- Das Umfeld: Die Kriminalpolizei ermittelte intensiv im persönlichen und familiären Umfeld der Toten. Auch der Ex-Mann war Teil der Überprüfungen.
- Der Fundort: Wie gelangte die Leiche der zierlichen Frau (158 cm groß, ca. 50 kg) über die Grenze in das böhmische Waldgebiet? Spuren an den Knochenresten werden aus ermittlungstaktischen Gründen bis heute unter Verschluss gehalten.
Die Ermittler suchen weiterhin nach Personen, die Anna Nowak nach dem 19. April 2001 gesehen haben oder Angaben zu ihren damaligen Bekanntschaften und Lokalbesuchen machen können. Hinweise nimmt die niederbayerische Polizei rund um die Uhr entgegen: