Am Morgen des 12. Februar 2006 wurde der 77-jährige Kaufmann Hein-Jürgen Lüders in seiner Wohnung im Hamburger Stadtteil Eppendorf (Tewessteg) überfallen, gefesselt und schwer misshandelt. Die unbekannten Täter quälten das Opfer unter anderem mit einem Elektroschockgerät, um an Geld zu gelangen. Lüders überlebte die Folterungen nicht und wurde am nächsten Tag tot in den Räumlichkeiten aufgefunden. Er war der Inhaber der bekannten Diskothek „Palace“ in Kaltenkirchen und betrieb zusätzlich ein Sanitätshaus in Eppendorf. Trotz intensiver Ermittlungen der Hamburger Mordkommission fehlt von den Tätern bis heute jede Spur.
- Der Rückweg: Lüders kehrte am frühen Morgen des 12. Februar 2006 (einem Sonntag) nach dem Diskotheken-Betrieb nach Hause zurück. Wie üblich trug er vermutlich die Bareinnahmen der Nacht bei sich.
- Der Hinterhalt: Mindestens ein Täter war zuvor durch ein Fenster in die Erdgeschosswohnung eingebrochen und lauerte dem 77-Jährigen dort gezielt auf.
- Finanzieller Hintergrund: Obwohl er als wohlhabender Geschäftsmann galt, hatte Lüders zu dieser Zeit hohe Schulden und stand mit mehreren Firmen vor der Insolvenz. Die Polizei prüfte daher intensiv ein gezieltes Raub- oder sogar ein Auftragstat-Motiv.
- Wer hat am Wochenende des 11./12. Februar 2006 (oder an den Wochenenden zuvor im Dezember 2005 und Januar 2006) verdächtige Beobachtungen am Tewessteg in Hamburg-Eppendorf gemacht?
- Wer kann Angaben zu Personen machen, die Kenntnis von den Bargeldtransporten des Opfers oder seinen finanziellen Problemen hatten?
Da Mordfälle niemals verjähren, bittet die Hamburger Polizei weiterhin um jeden sachdienlichen Hinweis aus der Bevölkerung. Informationen nimmt das Hinweistelefon oder jede andere Dienststelle entgegen:
https://www.abendblatt.de/hamburg/poliz ... Chefs.html