Am Morgen des 5. Januar 2001 wurde der 47-jährige Bauunternehmer Werner Klostermann auf dem Parkplatz seines eigenen Betriebes an der Antwerpener Straße im Gewerbegebiet Troisdorf-Spich (Rhein-Sieg-Kreis) brutal ermordet. Ein Postbote entdeckte die Leiche des Mannes gegen 10:40 Uhr in dessen Auto. Der Fall wurde unter anderem in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ ausgestrahlt, ist jedoch bis heute ungeklärt.
- Tatzeitraum: Freitag, 5. Januar 2001, eingegrenzt zwischen 09:00 Uhr und 10:45 Uhr morgens.
- Die Tat: Der unbekannte Täter ging mit extremer Brutalität vor. Er feuerte das komplette Magazin einer Pistole vom Typ Beretta auf den Unternehmer ab und stach zusätzlich mehrfach mit einem Messer auf ihn ein. Die Ermittler sprachen damals von einer regelrechten „Beziehungstat im Blutrausch“.
- Wirtschaftliche Notlage: Die Ermittler der Mordkommission und die Staatsanwaltschaft vermuteten das Motiv im geschäftlichen Umfeld, da sich das Bauunternehmen zum Tatzeitpunkt in einer schwierigen wirtschaftlichen Krise befand. Ein geplanter Auftragsmord stand im Raum.
- Die Spur nach Südfrankreich: Klostermann besaß ein Ferienhaus in La Londe-les-Maures bei Marseille. Die genutzte Tatwaffe (Beretta) gilt als typisch für das dortige kriminelle Milieu, weshalb auch im Ausland ermittelt wurde – letztlich ohne Erfolg.
Da Mord in Deutschland nicht verjährt, prüft die zuständige Dienststelle den Cold Case auch nach Jahrzehnten weiter. Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen im Gewerbegebiet Spich am Tatmorgen nimmt die Polizei Bonn entgegen: