Am Vormittag des 7. Oktober 2005 wurde die 78-jährige russische Einwanderin Fira Miller leblos in ihrer Wohnung in Berlin-Schöneberg aufgefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass die Seniorin in den frühen Morgenstunden in ihrer Wohnung erwürgt wurde. Da die Räumlichkeiten komplett durchwühlt waren, gehen die Ermittler von einem Raubmord aus. Der Täter muss dem Opfer vermutlich bekannt gewesen sein, da es keine Einbruchspuren gab.
- Morgens: Da sich die Rentnerin nicht wie gewohnt telefonisch bei ihrer Familie meldete, hielt ihr 15-jähriger Urenkel Nachschau.
- 12:30 Uhr: Der Jugendliche betritt die Wohnung und findet seine Urenkelin tot vor. Der alarmierte Notarzt kann nur noch den Tod feststellen.
- Der Kaviar-Schwarzhandel: Die Kriminalpolizei stieß in der Wohnung auf erhebliche Mengen geschmuggelten Kaviars (etwa 35 Gläser Stör-Eier im Wert von rund 30.000 Euro). Die Rentnerin besserte damit offenbar im großen Stil ihre Rente auf.
- Privatdarlehen: Neben dem Handel mit Delikatessen soll das Opfer im privaten Umfeld auch Geld verliehen haben. Da Abnehmer und Lieferanten aus diesem verschwiegenen Milieu weitgehend schweigen, blieb das Motiv oder ein konkreter Tatverdächtiger bis heute unklar.
Die Berliner Mordkommission ermittelt weiterhin in diesem ungeklärten Tötungsdelikt. Hinweise aus der Bevölkerung nimmt das Servicetelefon der Polizei entgegen: