Am frühen Morgen des 28. Dezember 2001 ereignete sich im Berliner Volkspark Wilmersdorf ein brutales Verbrechen, das die Ermittler der Mordkommission bis heute vor ein absolutes Rätsel stellt.
- Am Morgen des 28. Dezember 2001 gegen 06:15 Uhr verließ der 52-jährige Unternehmensberater Dr. Jürgen Bohm seine Wohnung für seine morgendliche Joggingrunde.
- Er holte frische Schrippen (Brötchen) für das gemeinsame Familienfrühstück und steckte etwas Kleingeld ein.
- Im Volkspark Wilmersdorf (nahe der Prinzregentenstraße) wurde der zweifache Familienvater völlig überraschend attackiert.
- Der unbekannte Täter fügte ihm 23 Messerstiche im Kopf- und Halsbereich zu. Dr. Bohm verstarb noch am Tatort.
- An dem kalten Wintermorgen gab es im dunklen Park keine Augenzeugen.
- Ein Raubmord wird ausgeschlossen, da das Kleingeld des Opfers nicht angerührt wurde.
- Auch im privaten und beruflichen Umfeld des Opfers gab es keinerlei Hinweise auf ein Motiv oder Feinde.
- Der Fall wurde 2003 in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" ausgetrahlt, blieb jedoch ohne heiße Spur.
Da Mordfälle in Deutschland nicht verjähren, bleibt der Fall geöffnet. Sachdienliche Hinweise zum damaligen Geschehen nimmt die Polizei Berlin unter dem Bürger- und Hinweistelefon entgegen:
Telefon: (030) 4664-4664 (Oder jede andere Polizeidienststelle).
Der Fall gilt als einer der rätselhaftesten Berliner "Joggermorde". Ein kleiner Gedenkstein (ein Granitfindling unter einer Eibe), der jahrelang im Volkspark an Jürgen Bohm erinnerte, verschwand im Sommer 2018 spurlos. Der Täter wurde nie gefasst.
Medien:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/eine ... 28217.html
https://www.morgenpost.de/printarchiv/b ... t-auf.html