Einleitung & Sachverhalt:
Der unaufgeklärte Mord an der 27-jährigen Susanne Lucan im Sommer 2004 gehört zu den mysteriösesten Cold Cases in Nordrhein-Westfalen. Die junge, im siebten Monat schwangere Frau wurde in ihrer eigenen Wohnung im Duisburger Stadtteil Neudorf grausam getötet. Da der ungeborene Säugling den Tod der Mutter ebenfalls nicht überlebte, wird der Fall von Kriminalisten als zweifaches Tötungsdelikt gewertet. Trotz einer intensiven Ermittlungsarbeit einer Sonderkommission und der Ausstrahlung bei "Aktenzeichen XY... ungelöst" im April 2005 fehlt vom Täter bis heute die entscheidende Spur.
--------------------------------------------------
- Opfer: Susanne Lucan (27 Jahre alt, im 7. Monat schwanger)
- Tatzeitpunkt: In der Nacht von Donnerstag, 15. Juli, auf Freitag, 16. Juli 2004
- Tatort: Ihre Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses im Kammerweg, Duisburg-Neudorf (NRW)
- Todesursache: Massive stumpfe Gewalt gegen den Kopf sowie zahlreiche Messerstiche
- Status: Ungeklärter Doppelmord (Aktiver Cold Case der Kriminalpolizei Duisburg)
- Belohnung: Für entscheidende Hinweise zur Aufklärung der Tat ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.
- 15.07.2004 (Der letzte Abend): Susanne Lucan verbringt den Abend in ihrer Wohnung im Kammerweg. Nachbarn hören in den späten Nachtstunden dumpfe Geräusche und Poltern aus den Räumlichkeiten, messen dem Ganzen im ersten Moment jedoch keine kriminalistische Bedeutung bei.
- 16.07.2004 (Die Entdeckung): Da die werdende Mutter Verabredungen nicht einhält und auch nicht an ihr Mobiltelefon geht, schöpfen Angehörige Verdacht. Am Freitagnachmittag wird die Wohnung geöffnet. Beamte finden die 27-Jährige leblos in einer Blutlache auf. Auch für das ungeborene Kind kommt jede Hilfe zu spät.
- Die Spurensicherung: Kriminaltechniker sicherten am Tatort umfangreiches Beweismaterial, darunter Fremd-DNA sowie Fingerabdrücke, die zweifelsfrei dem Täter zugeordnet werden können. Da an der Wohnungstür keinerlei Einbruchspuren vorhanden waren, gehen Profiler davon aus, dass das Opfer den Mörder kannte oder ihm arglos die Tür öffnete.
- April 2005 (Aktenzeichen XY): Die Duisburger Mordkommission präsentierte den Fall im ZDF. Im Fokus stand die Suche nach einer bestimmten Person aus dem Bekanntenkreis sowie die Nachfrage nach einem vermissten Schmuckstück des Opfers. Ein echter Durchbruch blieb jedoch aus.
- Beziehungstat im Fokus: Die außerordentliche Härte und die gezielte Tatausführung gegen eine hochschwangere Frau sprechen in der Kriminalpsychologie meist für eine tief sitzende emotionale Bindung oder eine massive persönliche Frustration des Angreifers. Das persönliche und flüchtige Bekanntenfeld von Susanne Lucan wurde über Jahre hinweg penibel durchleuchtet.
- Die Spur des Handys: Nach der Tat entwendete der Mörder das Mobiltelefon des Opfers. Die Ermittler versuchten damals erfolglos, die IMEI-Nummer des Gerätes auf eine Nutzung im Mobilfunknetz hin zu überwachen.
- Moderne DNA-Analyse (2024/2025): Der Fall lagert als aktiver Cold Case beim Polizeipräsidium Duisburg. Die gesicherten biologischen Spuren vom Tatort werden im Zuge der heutigen computergestützten Phänotypisierung und dem Abgleich mit kontinentalen Gendatenbanken kontinuierlich neu ausgewertet.
Wer hat in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2004 im Bereich des Kammerwegs in Duisburg-Neudorf verdächtige Personen oder hektische Fluchtbewegungen beobachtet? Wer kann Angaben zu Bekanntschaften oder Konflikten von Susanne Lucan im Sommer 2004 machen?
- Zuständige Dienststelle: Polizeipräsidium Duisburg (Sonderkommission / Cold Case)
- Telefonnummer (Zentrale): 0203 / 280-0
https://rp-online.de/nrw/staedte/duesse ... d-16347629
https://www.nrz.de/staedte/duesseldorf/ ... eiben.html
https://rp-online.de/nrw/staedte/duesse ... id-8956099
https://www.nrz.de/staedte/duesseldorf/ ... oetet.html
https://www.facebook.com/groups/2562842 ... 101706661/
https://www.nrz.de/staedte/duesseldorf/ ... kippe.html