Einleitung & Sachverhalt:
Der gewaltsame Tod der 33-jährigen armenischen Studentin Lusine Margaryan gehört zu den ungesühnten Tragödien der Nürnberger Kriminalgeschichte. Die junge Mutter zweier kleiner Kinder war im Spommer 2002 nach Deutschland gekommen. Am 30. Dezember 2002 wurde ihr Leichnam nach wochenlangem Verschwinden durch Zufall von einem Spaziergänger in einem Waldgebiet entdeckt. Trotz intensiver Ermittlungen der Nürnberger Kriminalpolizei und Untersuchungen im privaten Umfeld konnte das Verbrechen bis heute nicht aufgeklärt werden.
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- Opfer: Lusine Margaryan (33 Jahre alt, verheiratet, Studentin aus Armenien)
- Zeitpunkt des Verschwindens: Spätherbst / Winter 2002
- Fundort der Leiche: Ein Waldstück im Nürnberger Reichswald, unweit des Tiergartens (Bayern)
- Auffindedatum: Montag, 30. Dezember 2002
- Todesursache: Erwürgen (Erstickungstod durch Strangulation)
- Status: Ungeklärter Mordfall (Aktiver Cold Case der Ersten Mordkommission der Kripo Nürnberg)
- August 2002 (Die Ankunft): Lusine Margaryan verlässt ihre Heimat Armenien, um in Deutschland ein Studium aufzunehmen. Zu Hause lässt sie ihre beiden vier und sechs Jahre alten Kinder in der Obhut ihrer Mutter zurück.
- Das Verschwinden: Nach einigen Monaten verliert sich die Spur der 33-Jährigen in Nürnberg. Da sie keinen festen sozialen Ankerpunkt in der Stadt hatte, bleibt ihr Verschwinden zunächst über Wochen hinweg von der breiten Öffentlichkeit unbemerkt.
- 30.12.2002 (Der grausige Fund): Ein Spaziergänger, der mit seinem Hund im Nürnberger Reichswald unterwegs ist, macht unweit des Tiergartens eine furchtbare Entdeckung. Der Täter hatte den Leichnam der Studentin tief im Wald unter einer dicken Schicht aus Laub und Geäst versteckt und verscharrt. Die Gerichtsmedizin stellt fest, dass die Frau bereits seit mehreren Wochen tot ist und erwürgt wurde.
- Ermittlungen der Sonderkommission: Die Kriminalpolizei Nürnberg gründete eine Mordkommission, um das spärliche Umfeld der ausländischen Studentin zu durchleuchten. Die Ermittler standen vor der großen Herausforderung, die letzten Lebenstage und Kontaktpersonen der isoliert lebenden Frau lückenlos zu rekonstruieren.
- Keine Raub- oder Beziehungstat nachweisbar: Da keine klaren Indizien auf ein klassisches Motiv hindeuteten, gestaltete sich die Suche nach Verdächtigen extrem schwierig. Die Ermittler zogen sowohl einen unberechenbaren Zufallstäter im Wald als auch eine verdeckte Bekanntschaft in Betracht.
- Das Ermittlungsverfahren: Da Mord nach deutschem Recht niemals verjährt, liegt die Akte bis heute bei den Spezialisten für ungeklärte Tötungsdelikte (MK 3 / Cold Cases) in Nürnberg. Die damals am Tatort und an der Bekleidung des Opfers gesicherten Spuren werden in regelmäßigen Abständen mit modernsten forensischen DNA-Verfahren abgeglichen, um nachträglich ein Profil des Mörders zu generieren.
Wer hat Lusine Margaryan im Herbst oder Winter 2002 im Stadtgebiet Nürnberg oder im Bereich des Tiergartens bzw. Reichswaldes gesehen? Wer kann Angaben zu ihren damaligen Kontaktpersonen, Unterkünften oder Bekanntschaften in Deutschland machen?
- Zuständige Dienststelle: Kriminalpolizeiinspektion Nürnberg (Mordkommission)
- Telefonnummer (Zentrale): 0911 / 2112-0
* Dokumentation fränkischer Altfälle und des Mordes an Lusine Margaryan – inFranken.de
* Hintergrundbericht zu den Ermittlungen der Mordkommission zum Tiergarten-Fund – Abendzeitung München