Einleitung & Sachverhalt:
Der ungelöste Mord an der 30-jährigen Simone „Simi“ Dewenter gehört zu den bekanntesten länderübergreifenden Cold Cases zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die von Geburt an gehörlose Frau verschwand in den kalten Wintertagen kurz vor dem Jahreswechsel 2002 spurlos vom Bonner Straßenstrich. Nur drei Tage später wurde ihr Leichnam weit entfernt in der Region Trier aufgefunden. Obwohl Kriminaltechniker eine verwertbare Täter-DNA sichern konnten, fehlt vom Mörder trotz einer bundesweiten Sondersendung von "Aktenzeichen XY... ungelöst" im März 2025 bis heute die entscheidende Spur.
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- Opfer: Simone Dewenter (30 Jahre alt, gehörlos, wohnhaft in einer Kölner Wohngemeinschaft)
- Zeitpunkt des Verschwindens: Sonntag, 29. Dezember 2002, gegen 21:20 Uhr
- Letzter Aufenthaltsort: Straßenstrich im Bonner Stadtteil Endenich (NRW)
- Fundort der Leiche: In einem Bachlauf neben dem gesperrten Parkplatz "Azert" an der Landstraße 141 (zwischen Schweich und Hetzerath, Rheinland-Pfalz)
- Auffindedatum: Neujahrstag, 1. Januar 2003 (nachmittags)
- Status: Ungeklärter Sexualmord (Aktiver Cold Case der Kriminalpolizei Trier)
- 29.12.2002 (Der letzte Freier): Simone Dewenter, die sich gelegentlich Geld durch Prostitution verdiente, arbeitet am späten Abend in Bonn-Endenich. Eine Bekannte beobachtet, wie sie gegen 21:20 Uhr als Beifahrerin in ein verdächtiges Fahrzeug steigt. Es ist das letzte Mal, dass die junge Frau lebend gesehen wird.
- 01.01.2003 (Die Entdeckung): Ein Spaziergänger macht am Neujahrstag eine grausige Entdeckung im ländlichen Schweich bei Trier. Im Wasser eines Bachlaufs direkt neben einem Parkplatz liegt der leblose Körper der 30-Jährigen. Sie ist fast vollständig entkleidet – sie trägt lediglich ein T-Shirt, einen BH und Socken. Ihre restliche Oberbekleidung, Wertsachen und persönlichen Dokumente fehlen bis heute spurlos.
- März 2025 (Die XY-Offensive): Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Tat rollen die Ermittler der EG Cold Case der Kripo Trier den Fall im Rahmen einer Spezialsendung von "Aktenzeichen XY" neu auf. Nach der Ausstrahlung gehen binnen kürzester Zeit über 30 konkrete Hinweise aus der Bevölkerung ein, die sich vor allem auf potenzielle Verdächtige beziehen. Eine Festnahme blieb jedoch aus.
- Das Täterfahrzeug: Zeugen vom Bonner Straßenstrich beschrieben das Fahrzeug, in das Simone einstieg, übereinstimmend als einen weißen Kastenwagen bzw. Transporter. Die Ermittler suchen nach Fahrern solcher Fahrzeuge, die Ende Dezember 2002 die Strecke zwischen Bonn und Trier (ca. 150 Kilometer, mutmaßlich über die Autobahn A1 oder A48) zurückgelegt haben.
- Die DNA des Mörders: Trotz des einsetzenden Regens in der Tatnacht gelang es der Rechtsmedizin, eine vollständige männliche DNA-Spur des Täters zu isolieren. Da diese Spur jedoch in den nationalen und internationalen Gendatenbanken bisher keinen Treffer generiert hat, hofft die Polizei auf Hinweise zu Personen, die bisher noch nie polizeilich für einen Speicheltest erfasst wurden.
- Der regionale Bezug: Aufgrund der gezielten Ablage an der Landstraße 141 nahe einer Autobahnauffahrt bei Schweich gehen Profiler fest davon aus, dass der Täter exzellente Ortskenntnisse in der Region Trier besaß oder beruflich als Fernfahrer, Pendler oder Lieferant dort regelmäßig verkehrte.
Wer kann Angaben zu dem weißen Kastenwagen machen, der am 29. Dezember 2002 in Bonn-Endenich gesehen wurde? Wer hat im Zeitraum zwischen dem 29. Dezember 2002 und dem 1. Januar 2003 verdächtige Fahrzeuge oder Personen am Parkplatz "Azert" bei Schweich beobachtet? Wer weiß, wo Simones verschwundene Kleidungsstücke abgeblieben sind?
- Zuständige Dienststelle: Kriminalpräsidium Trier (Ermittlungsgruppe Cold Case)
- Telefonnummer: 0651 / 9779-0
* Bericht über die Ermittlungsansätze nach der Fernsehfahndung – SWR Aktuell
* Auswertung der Zeugenhinweise durch die Ermittler – General-Anzeiger Bonn
* Zusammenfassung des Kriminalfalls und Täterprofils – TAG24