Einleitung & Sachverhalt:
Der gewaltsame Tod des 53-jährigen Versicherungskaufmanns Sorin Goldstein gehört zu den mysteriösesten ungelösten Verbrechen im Raum Bremen und Niedersachsen. Der Geschäftsmann verschwand im Frühjahr 2003 am helllichten Tag direkt aus seinem Büro. Während sein verschlossenes Auto kurz darauf weit entfernt in Ostfriesland auftauchte, blieb sein Schicksal fünf Jahre lang ein absolutes Rätsel. Erst der Zufallsfund von Skelettteilen in einem abgelegenen Naturschutzgebiet brachte die traurige Gewissheit, dass er Opfer eines Tötungsdelikts wurde. Trotz einer Ausstrahlung bei "Aktenzeichen XY... ungelöst" im Jahr 2009 fehlt von den Tätern bis heute jede Spur.
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- Opfer: Sorin Goldstein (53 Jahre alt, Versicherungskaufmann aus Bremen-Oberneuland)
- Zeitpunkt des Verschwindens: Donnerstag, 27. März 2003, am Nachmittag
- Letzter bekannter Aufenthaltsort: Sein Büro in der Straße "Funkschneise" in Bremen-Hemelingen
- Fundort der Leiche: Naturschutzgebiet Hasbruch (Landkreis Oldenburg, Niedersachsen), nahe der Autobahn A28
- Auffindedatum: Mai 2008 (Skelettiert durch Waldarbeiter entdeckt)
- Status: Ungeklärter Mordfall (Aktiver Cold Case der Kriminalpolizei Bremen & Niedersachsen)
- 27.03.2003 (Das Verschwinden): Sorin Goldstein wird am Nachmittag in seinem Büro in Bremen-Hemelingen das letzte Mal lebend gesehen. Danach bricht der Kontakt abrupt ab, er kehrt nicht nach Hause zurück.
- Die falsche Fährte in Leer: Wenig später entdecken Ermittler das Auto des Vermissten. Es steht ordnungsgemäß verschlossen auf einem Parkplatz in der Innenstadt von Leer (Ostfriesland) – rund 120 Kilometer von seinem Bremer Büro entfernt. Vom Kaufmann selbst fehlt jedoch jede Spur, was die Ermittler vor ein großes Rätsel stellt. Was wollte er in Leer, oder hat der Täter den Wagen dort als Ablenkung deponiert?
- Der Skelettfund (Mai 2008): Fünf Jahre nach dem Verschwinden stoßen Waldarbeiter am Rande der Autobahn 28 im Hasbrucher Wald auf menschliche Knochen und Bekleidungsüberreste. Die rechtsmedizinische Untersuchung und ein DNA-Abgleich bringen im Juni 2008 die Gewissheit: Es handelt sich um die sterblichen Überreste von Sorin Goldstein. Die Spurenlage belegt zweifelsfrei ein Gewaltverbrechen.
- Februar 2009 (Aktenzeichen XY): Die Bremer Mordkommission rollt den Fall über das Fernsehen bundesweit auf, um neue Zeugenhinweise zu generieren, doch der entscheidende Durchbruch bleibt aus.
- Die geschäftlichen Verbindungen: Da Goldstein als Versicherungskaufmann tätig war, leuchteten die Ermittler seine geschäftlichen Kontakte und Finanzströme akribisch aus. Es wurde geprüft, ob er im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit mit den falschen Personen aneinandergeraten war oder erpresst wurde.
- Logistik des Täters: Das Dreieck zwischen dem Arbeitsplatz in Bremen, dem Leichenablageort im Hasbrucher Wald (nahe der Autobahn) und dem abgestellten Fahrzeug in Leer deutet darauf hin, dass der oder die Täter über erhebliche Ortskenntnisse im nordwestdeutschen Raum verfügten und mobil waren.
- Einordnung als Cold Case (2018): Im Zuge der Gründung spezialisierter Cold-Case-Einheiten in Niedersachsen und Bremen wurden die Akten und die damals im Hasbruch gesicherten Asservate erneut für moderne DNA-Untersuchungen freigegeben.
Wer hat Sorin Goldstein am Nachmittag des 27. März 2003 im Bereich Bremen-Hemelingen oder Oberneuland gesehen? Wer hat Beobachtungen zu seinem Fahrzeug auf dem Weg nach oder in Leer gemacht? Wer kann Angaben zu Personen machen, die Ende März 2003 im Waldgebiet Hasbruch nahe der A28 Fahrzeuge abgestellt oder Gegenstände transportiert haben?
- Zuständige Dienststelle: Polizeipräsidium Bremen / Kriminalpolizei Oldenburg
- Telefonnummer (Zentrale): 0421 / 362-0
* Meldung zur rechtsmedizinischen Identifizierung des Skeletts – Nordwest-Zeitung (NWZ)
* Bericht über die geplanten Ermittlungsschritte zur XY-Fahndung – Nordwest-Zeitung (NWZ)
* Zusammenfassung des Falls im Rahmen ungeklärter Bremer Morde – BILD