Einleitung & Sachverhalt:
Am Samstagmorgen, den 20. Juni 2009, wurde die 39-jährige diplomierte Psychologin Kirsten Sahling im Spandauer Forst (Jagen 31) Opfer eines brutalen und völlig unvorhersehbaren Messerangriffs. Während ihr Ehemann joggte, machte sie allein Atemübungen, als ein unbekannter junger Mann sie attackierte. Trotz schwerster Verletzungen gelang es ihr noch, per Handy ihren Mann und die Rettungskräfte zu alarmieren, verstarb jedoch wenig später im Krankenhaus. Die Tat löste bundesweit Entsetzen aus und ist bis heute unaufgeklärt.
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- Opfer: Kirsten Sahling (39 Jahre alt, Krankenkassen-Psychologin)
- Tatzeitpunkt: Samstag, 20. Juni 2009, gegen 08:30 bis 08:50 Uhr
- Tatort: Spandauer Forst, Jagen 31 (nahe der Schönwalder Allee), Berlin-Spandau
- Todesursache: Verbluten nach einem gezielten Messerstich in den Oberkörper
- Status: Ungeklärter Mordfall (Aktiver Cold Case der 7. Mordkommission des LKA Berlin)
- Belohnung: Die Staatsanwaltschaft Berlin hat eine Belohnung von bis zu 5.000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt.
- Ankunft im Forst (08:20 Uhr): Kirsten Sahling und ihr Ehemann kommen mit dem Auto am Wald an. Der Ehemann bricht zu seiner Joggingrunde auf. Die 39-Jährige bleibt auf einer Lichtung zurück, um Chi-Gong- und Atemübungen zu machen.
- Der Angriff (gegen 08:40 Uhr): Ein junger, hell gekleideter Mann nähert sich auf einem Fahrrad. Ohne erkennbares Motiv oder einen vorherigen Streit sticht er unvermittelt auf die wehrlose Frau ein und flüchtet anschließend mit dem Rad.
- Der Notruf: Schwer verletzt gelingt es der Psychologin, ihren Mann auf dem Mobiltelefon anzurufen und die Polizei zu verständigen. Den eintreffenden Rettern kann sie noch eine erste, präzise Beschreibung des Angreifers diktieren, bevor sie das Bewusstsein verliert. Sie erliegt Stunden später in einer Berliner Klinik ihren Verletzungen.
- Die Fluchtroute: Ermittlungen ergaben, dass der Täter über die Schönwalder Allee flüchtete. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen, dass ein Radfahrer auf das Gelände des Evangelischen Johannesstifts fuhr, das als Abkürzung zur Wichernstraße genutzt werden kann.
- Physische Beschreibung des Täters: Der Gesuchte war zum Tatzeitpunkt ca. 15 bis 20 Jahre alt, etwa 175 cm groß und schlank. Er hatte kurze, mittel- bis dunkelblonde Haare, keinen Bart und trug keine Brille. Er war auffallend komplett weiß bekleidet (weißes Oberteil, lange weiße Hose) und hatte eine insgesamt sehr gepflegte Erscheinung.
- Das Tatfahrzeug: Der Täter nutzte ein Fahrrad, an dem auffällige rote Bauteile angebracht waren oder dessen Rahmen komplett rot lackiert war.
- Exzellente Ortskenntnisse: Die Profiler des LKA gehen fest davon aus, dass sich der Jugendliche im Spandauer Forst sehr gut auskannte und möglicherweise einen direkten Bezug zum dortigen Evangelischen Johannesstift oder den angrenzenden Wohngebieten hatte.
- Motivlosigkeit im Fokus: Da weder ein Raubdelikt (Wertsachen blieben unberührt) noch ein Sexualdelikt nachgewiesen werden konnte, rätseln die Ermittler bis heute über das Motiv. Es wird nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine psychisch kranke Tat, eine Frustrationstat oder eine verfehlte Mutprobe handelte.
Wer kann Angaben zu dem beschriebenen Fahrradfahrer in heller Kleidung machen, der am Morgen des 20. Juni 2009 im Spandauer Forst oder auf dem Gelände des Johannesstifts gesehen wurde? Wer kennt eine Person, auf die das Profil passt und die ein rotes Fahrrad besaß?
- Zuständige Dienststelle: Landeskriminalamt Berlin (7. Mordkommission)
- Telefonnummer: (030) 46 64 – 911701
* Offizieller Zeugenaufruf und Fahndungsdetails der Polizei Berlin – Berlin.de