Einleitung & Sachverhalt:
Am Dienstag, den 3. April 2001, spielte sich am abgelegenen Waldrand im Steinhagener Ortsteil Amshausen (Kreis Gütersloh, NRW) ein ungeklärtes Drama ab. Die 38-jährige Lehrerin Susanne Nieter räumte gemeinsam mit ihrem Ex-Mann einen alten Kotten aus, um ihr altes Leben hinter sich zu lassen. In einem kurzen Zeitfenster, in dem sie allein am Haus zurückblieb, wurde sie von einem unbekannten Täter überrascht und mit unvorstellbarer Brutalität erschlagen. Der Fall ist Teil einer Cold-Case-Offensive in Ostwestfalen-Lippe, bei der pensionierte Ermittler nach neuen Spuren suchen.
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- Opfer: Susanne Nieter (38 Jahre alt, Lehrerin an einer Schule in Herford, wohnhaft in Enger)
- Tatzeitpunkt: Dienstag, 3. April 2001, am Nachmittag
- Tatort: Vor einem freistehenden Kotten am Sürenbrink, Steinhagen-Amshausen (NRW)
- Todesursache: Massive stumpfe Gewalt gegen den Kopf (mit zwei Dachziegeln erschlagen)
- Status: Ungeklärter Mordfall (Aktiver Cold Case der Kriminalpolizei Bielefeld)
- Der Tag des Umzugs (03.04.2001): Susanne Nieter befindet sich inmitten der Vorbereitungen für einen privaten Neustart. Gemeinsam mit ihrem Ex-Mann entrümpelt sie den ländlichen, einsam gelegenen Kotten am Sürenbrink. Es gibt dort kaum direkte Nachbarn, das Grundstück liegt dicht am Waldrand.
- Das tödliche Zeitfenster: Am Nachmittag bricht der Ex-Mann mit dem Auto auf, um eine Ladung Schrott und Sperrmüll zu einer nahegelegenen Deponie zu bringen. Susanne Nieter bleibt vereinbarungsgemäß allein auf dem Hof zurück, um weiterzusortieren.
- Die grausige Entdeckung: Als der Ex-Mann von der Deponie zurückkehrt, findet er Susanne Nieter blutüberströmt und schwerst verletzt vor dem Haus auf dem Boden liegend. Der Täter hatte zwei auf dem Grundstück herumliegende Dachziegel als Waffe benutzt und damit massiv auf den Kopf der Frau eingeschlagen. Trotz sofort herbeigerufener Rettungskräfte erliegt sie ihren schweren Verletzungen.
- Keine geplante Waffe: Da der Mörder Dachziegel direkt vom Grundstück als Tatwerkzeug verwendete, gehen Kriminalisten davon aus, dass die Tat nicht von langer Hand geplant war oder der Täter zumindest keine Waffe mitbrachte. Dies deutet entweder auf eine spontane Eskalation, einen überraschten Einbrecher/Vandaliener oder eine Beziehungstat im Affekt hin.
- Der Ex-Mann im Fokus: Wie bei Tötungsdelikten üblich, überprüfte die Mordkommission den Ex-Mann akribisch. Sein Alibi (die Fahrt zur Mülldeponie) sowie die zeitlichen Abläufe wurden penibel rekonstruiert und verifiziert, weshalb sich kein dringender Tatverdacht gegen ihn erhärten ließ.
- Die Cold-Case-Offensive: Das Polizeipräsidium Bielefeld hat den Fall vor einiger Zeit an eine spezialisierte Ermittlungsgruppe übergeben, in der auch erfahrene pensionierte Ermittler alte Asservate nochmals umdrehen. Ziel ist es, mit modernsten DNA-Verfahren (die 2001 noch nicht existierten) mikroskopisch kleine Hautschuppen oder Faserspuren an den Dachziegeln oder der Kleidung des Opfers zu isolieren.
Wer hat am Nachmittag des 3. April 2001 verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich Sürenbrink / Amshausen in Steinhagen beobachtet? Hat sich möglicherweise ein Spaziergänger oder Zeuge im angrenzenden Waldgebiet aufgehalten, der Hinweise geben kann?
- Zuständige Dienststelle: Polizeipräsidium Bielefeld (EG Cold Case)
- Telefonnummer: 0521 / 545-0
* Hintergrundbericht zum 20. Jahrestag des Verbrechens – Haller Kreisblatt
* Analyse ungelöster Frauenmorde in der Region OWL – Neue Westfälische