Einleitung & Sachverhalt:
Am Nachmittag des 2. Mai 2002 wurde die 30-jährige Silke Schroth (geborene Sack) in ihrer Wohnung in Babenhausen (Landkreis Darmstadt-Dieburg) brutal erschlagen aufgefunden. Das Opfer lebte wegen einer extremen Angst vor Einbrüchen und Überfällen extrem zurückgezogen. Trotz tagelanger Verhöre ihres Ehemanns, der zwischenzeitlich als dringend tatverdächtig galt, und einer bundesweiten Fahndung über die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" im Oktober 2003 konnte die Tat nie aufgeklärt werden.
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- Opfer: Silke Schroth (30 Jahre alt, verheiratet)
- Tatzeitpunkt: Donnerstag, 2. Mai 2002, im Laufe des Tages
- Tatort: Die gemeinsame Wohnung im Hochparterre, Friedrich-Ebert-Straße 8, Babenhausen (Hessen)
- Todesursache: Massive stumpfe Gewalt (brutal erschlagen)
- Status: Ungeklärter Mordfall (Aktiver Cold Case des Polizeipräsidiums Südhessen)
- Das Leben im "Panikraum": Silke Schroth litt unter massiven Ängsten vor Fremden. Sie und ihr Ehemann Ralf lebten sehr isoliert und hatten kaum Kontakte in der Kleinstadt Babenhausen. Die Wohnung glich Ermittlerzufolge einer Festung: Fremden wurde niemals die Tür geöffnet, die Rollläden blieben oft tagsüber geschlossen und Telefonanrufe wurden streng gefiltert.
- 2. Mai 2002 (Die Tat): Der Ehemann bricht morgens zur Arbeit auf. Als er am Nachmittag gegen 16:30 Uhr nach Hause kommt, findet er seine Ehefrau leblos in einer großen Blutlache in der Wohnung vor. Sie wurde mit unvorstellbarer Brutalität erschlagen.
- Der Ehemann im Fokus: Da es keinerlei Einbruchspuren gab und Silke Schroth freiwillig niemandem die Tür geöffnet hätte, geriet der Ehemann sofort unter dringenden Tatverdacht. Er wurde tagelang intensiv verhört. Da ihm jedoch keine Tatbeteiligung nachgewiesen werden konnte und er ein Alibi hatte, musste er wieder auf freien Fuß gesetzt werden.
- Oktober 2003 (Aktenzeichen XY): Die Kriminalpolizei stellte den Fall in der ZDF-Fahndungssendung vor. Es wurde insbesondere nach Personen gesucht, zu denen das Opfer trotz ihrer Isolation flüchtigen Kontakt gehabt haben könnte (z.B. Handwerker oder Lieferanten), doch der entscheidende Hinweis blieb aus.
- Das Rätsel des Einlasses: Die Ermittler standen vor einem logischen Paradoxon: Wie gelangte der Mörder in die Wohnung? Da das Opfer Fremden niemals öffnete, muss der Täter entweder einen Schlüssel besessen haben, sich als vertrauenswürdige Amtsperson (z.B. Postbote/Polizist) ausgegeben haben, oder Silke Schroth kannte ihren Mörder entgegen der Annahmen flüchtig.
- Spurenlage & Forensik: Der Fall wird wie viele hessische Cold Cases von einer spezialisierten Regionalen Ermittlungsgruppe auf moderne DNA-Spuren hin untersucht. Da der Täter extrem nah an das Opfer herantreten musste, hofft die Kripo auf mikroskopisch kleine Hautschuppen oder Faserspuren.
Wer hat am 2. Mai 2002 im Bereich der Friedrich-Ebert-Straße in Babenhausen verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen? Hat sich jemand im Vorfeld der Tat auffällig nach den Lebensgewohnheiten des Paares erkundigt?
- Zuständige Dienststelle: Kriminaldirektion Darmstadt / Polizeipräsidium Südhessen
- Telefonnummer: 06151 / 969-0
* Hintergrundbericht zu den Ermittlungen und dem Verdacht – Echo Online ABO
https://www.youtube.com/watch?v=SK8Yw1d6f6E