Einleitung & Sachverhalt:
Der gewaltsame Tod der 24-jährigen Alexandra Belhaj im Sommer 2008 gilt als einer der rätselhaftesten Cold Cases im Grenzgebiet zwischen Düsseldorf, Köln und dem Kreis Heinsberg. Die junge Frau, die damals stark drogenabhängig war und sich im Prostitutionsmilieu bewegte, wurde brutal erschlagen und auf einem Feld abgelegt. Trotz einer groß angelegten DNA-Typisierungsaktion und einer erneuten bundesweiten Fahndungswelle über die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" im Jahr 2020 fehlt vom Täter bis heute jede Spur.
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- Opfer: Alexandra Belhaj (24 Jahre alt, Herkunftort: Düsseldorf)
- Tatzeitraum: Anfang Juni 2008
- Fundort der Leiche: Ein Feld bei Randerath (Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen)
- Todesursache: Massive stumpfe Gewalt gegen den Kopf
- Status: Ungeklärter Mordfall (Aktiver Cold Case der Kriminalpolizei Aachen)
- Belohnung: Für entscheidende Hinweise zur Aufklärung der Tat ist eine Belohnung von 4.000 Euro ausgesetzt.
- Juni 2008 (Der Fund): Ein Landwirt entdeckt den Leichnam der jungen Frau auf einem abgelegenen Feldweg in Randerath. Das Opfer liegt dort vollständig entkleidet und ist teilweise in eine Mülltüte eingepackt worden.
- Der DNA-Massentest: Am Fundort der Leiche sichern Kriminaltechniker eine männliche DNA-Spur, die mutmaßlich vom Täter stammt. In der Folge initiiert die Mordkommission einen riesigen DNA-Massentest. Über 1.100 Männer aus dem Umfeld und der Region werden getestet – ohne Treffer.
- Die XY-Offensive (September & Dezember 2020): Nach über 12 Jahren Stillstand rollt die Polizei Aachen den Fall als Cold Case neu auf. Durch die Ausstrahlungen im Fernsehen gehen bei der Kriminalpolizei über 140 neue Hinweise ein, die zu einer völlig neuen Bewertung des Falles führen.
- Die Mehreltat-Hypothese: Die Ermittler sind sich heute sicher, dass der Fundort im Kreis Heinsberg nicht der eigentliche Tatort war. Aufgrund des Transports und der Ablage der Leiche geht die Polizei fest davon aus, dass der Täter mindestens einen Helfer oder Mitwisser hatte.
- Kontakte in "bessere Kreise": Alexandra Belhaj verkehrte nicht nur im Straßenmilieu. Neue Zeugen gaben an, dass sie regelmäßig Treffen mit wohlhabenden Männern und Personen des öffentlichen Lebens aus Düsseldorf und Köln hatte. Diese Treffen fanden oft in diskreten Hotels oder Pensionen statt.
- Das Kölner Lokal "A7": Ein wichtiger Anlaufpunkt des Opfers war das ehemalige Szenelokal "A7" in Köln. Die Ermittler suchen Personen, die sie dort im Frühjahr oder Sommer 2008 in Begleitung gesehen haben.
Die Polizei fragt: Wer kann Angaben zu den Begleitern von Alexandra Belhaj im Jahr 2008 machen? Wer hat im Juni 2008 auffällige Fahrzeuge oder Shuttle-Dienste im Bereich Randerath/Heinsberg bemerkt?
- Zuständige Dienststelle: Kriminalpolizei Aachen (Mordkommission)
- Telefonnummer: 0241 / 9577 - 21211
* Offizieller Zeugenaufruf der Polizei Aachen (07.09.2020) – Presseportal
* Bericht zur Belohnung und Ermittlungsschritten – RP Online