Einleitung & Sachverhalt:
Der brutale Mord an dem 36-jährigen Handelsvertreter Matthias Horn am 14. Februar 2006 (Valentinstag) in Magdeburg gehört zu den rätselhaftesten ungelösten Gewaltverbrechen in Sachsen-Anhalt. Der allseits beliebte Kosmetik-Vertreter wurde in den Abendstunden in seiner eigenen Wohnung überfallen und regelrecht hingerichtet. Trotz einer bundesweiten Aufmerksamkeit durch Sendungen wie „Kripo live“ und „Aktenzeichen XY ... Ungelöst“ blieb die Identität des Täters bis heute ein großes Mysterium.
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- Opfer: Matthias Horn (36 Jahre alt, von Freunden auch „Hörnchen“ genannt)
- Beruf: Handelsvertreter für einen großen Kosmetikkonzern
- Tatzeitpunkt: Dienstag, 14. Februar 2006 (Valentinstag), kurz nach 19:24 Uhr
- Auffindezeitpunkt: Donnerstag, 16. Februar 2006 (zwei Tage nach der Tat)
- Tat- und Fundort: Privatwohnung des Opfers in Magdeburg (Sachsen-Anhalt); ursprünglich stammte er aus Neubrandenburg
- Todesursache: Blutverlust durch etliche massive Messerstiche (u.a. wurde die Kehle durchschnitten)
- Status: Ungeklärter Mord (Aktiver Cold Case)
- Zuständige Dienststelle: Kriminalpolizei Magdeburg / Polizeipräsidium Magdeburg
- Der Tattag (14.02.2006): Nach mehreren geschäftlichen Kundenterminen kehrt Matthias Horn am Nachmittag in seine Wohnung zurück und begegnet im Treppenhaus noch befreundeten Nachbarn. Bis exakt 19:24 Uhr arbeitet er am PC und loggt sich aus seinem geschäftlichen E-Mail-Postfach aus. Unmittelbar danach muss das Verbrechen geschehen sein.
- Die grausige Entdeckung: Als Horn am 16. Februar nicht bei der Arbeit erscheint und ein Kollege ihn nicht erreichen kann, halten besorgte Nachbarn mithilfe eines Zweitschlüssels Nachschau. Sie entdecken den 36-Jährigen blutüberströmt und tot in seinem Schlafzimmer.
- Spurenlage in der Wohnung: Am Tatort gab es keinerlei Aufbruch- oder Einbruchspuren an Türen oder Fenstern. Die Ermittler gehen daher fest davon aus, dass Matthias Horn den Täter freiwillig und arglos in die Wohnung gelassen hat oder diesen flüchtig kannte.
- Späte Medienfahndungen (2019/2021): Der Fall wurde im April 2019 im MDR-Magazin „Kripo live“ und am 18. August 2021 in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... Ungelöst“ noch einmal detailliert aufgerollt. Es gingen vereinzelte Hinweise ein, die jedoch nicht zu einer Festnahme führten.
- Ungehörte Schreie: Nachbarn sagten im Nachgang aus, dass sie am Abend des 14. Februar verdächtige Schreie im Haus gehört hatten. Da diese jedoch kurz waren, konnten sie das Geräusch im ersten Moment nicht zuordnen und alarmierten nicht die Polizei.
- Völliges Fehlen eines Motivs: Matthias Horn galt in seinem privaten und beruflichen Umfeld als absolut friedfertig, harmoniebedürftig und extrem beliebt. Es gab keinerlei Anhaltspunkte für Feinde, Schulden oder Verstrickungen in kriminelle Milieus, was die Ermittlung eines Tatumfeldes bis heute massiv erschwert.
* True-Crime-Podcast zum Fall: Mord am Valentinstag – MDR.de
* Zusammenfassung der XY-Öffentlichkeitsfahndung – Radio SAW
* Bericht über die Initiative der Schwester des Opfers – TAG24