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- Opfer: Dr. med. Udo Schmitz (51 Jahre, praktizierender Augenarzt)
- Tatzeit / Fundzeit: 08. Januar 2010 (Nachmittag)
- Tatort: Feldweg / Wirtschaftsweg bei Erkelenz-Immerath (nahe Tagebau Garzweiler, NRW)
- Status: Ungelöst (Aktiver Cold Case)
- Zuständige Dienststelle: Polizeipräsidium Mönchengladbach / Staatsanwaltschaft Aachen
- 08. Januar 2010 (Die Tat): Am Nachmittag wird Dr. Udo Schmitz auf einem abgelegenen Feldweg an der Tagebaukante abgefangen. Der Täter schießt mit extremer Brutalität auf den Mediziner ein: Über 40 Projektile treffen das Opfer, ein Großteil davon gezielt in den Unterleib. Der Fundort entspricht laut Kriminalpolizei direkt dem Tatort.
- Das Doppelleben: Während Schmitz im Beruf als allseits geschätzter, hilfsbereiter Arzt galt, stießen die Ermittler privat auf eine dunkle Seite. Der 51-Jährige suchte in seiner Freizeit gezielt Gefahr und Abenteuer, besaß eine ausgeprägte Affinität zu illegalen Schusswaffen und soll Gerüchten zufolge Kontakte zur Rockergruppe „Bandidos“ gepflegt haben.
- Die Spur der Waffe (2011/2012): Die Ballistiker identifizierten die Tatwaffe als eine historische britische „Sten Gun“-Maschinenpistole aus dem Zweiten Weltkrieg. Ein mit dem Opfer befreundeter Lokalpolitiker gab zu, Schmitz exakt eine solche Waffe illegal verkauft zu haben – er hatte für den Tatzeitpunkt jedoch ein hiebfestes Alibi. Wer Schmitz mit dessen eigener oder einer baugleichen Waffe erschoss, blieb ungeklärt.
- August 2010 (Medienfahndung): Der Fall wird als Studiofall bei „Aktenzeichen XY... ungelöst“ präsentiert. Es wurde insbesondere nach einem mysteriösen Waffenhändler namens „Drago“ gesucht, mit dem Schmitz kurz vor seinem Tod im Streit gelegen haben soll. Alle Hinweise verliefen im Sande.
Aufgrund der extremen Schussanzahl und der Fokussierung auf den Intimbereich gingen die Ermittler von einer klassischen Hinrichtung bzw. einer hochemotionalen Beziehungstat aus dem kriminellen Waffen- oder Rockermilieu aus. Am Tatort wurde ein anonymer Brief mitsamt einer Zigarettenkippe sichergestellt – die darauf isolierte DNA erbrachte jedoch keinen Treffer in den Datenbanken. Der Fall wurde mehrfach eingestellt und wieder geöffnet, bleibt jedoch bis heute ungesühnt.
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* Fallpräsentation zur XY-Fahndung (Archiv) – Ederen.de
* Kriminalreportage: Der ungelöste Mordfall Dr. Schmitz – Aachener-Zeitung.de