Das spurlose Verschwinden der damals 26-jährigen Sylvia Kohlhauser im Jänner 1988 gilt als einer der düstersten Cold Cases der Steiermark. Die junge Frau arbeitete im Grazer Prostituiertenmilieu und verschwand nur wenige Wochen nach ihrer Kollegin Ingrid Tschreschnig (31), die im November 1987 abgängig gemeldet wurde. Da von beiden Frauen bis heute jede Spur fehlt und sie Kontakte zum norditalienischen Straßenstrich gehabt haben sollen, gehen die Ermittler fest von einem Gewaltverbrechen aus. Der Fall wird bis heute der sogenannten „Grazer Mordserie“ zugeordnet.
Hintergründe & Ermittlungsstand:
- Zeitpunkt des Verschwindens: Jänner 1988
- Letzter bekannter Aufenthaltsort: Graz, Steiermark
- Kriminalistische Einordnung: Aufgrund der zeitlichen und örtlichen Parrallelen zu weiteren Morden an Frauen in der Region (u. a. Gertraude Seger, Gerlinde Rosenkranz und Brunhilde Masser) stand auch der Serienmörder Jack Unterweger zeitweise im Fokus der Ermittlungen. Ein endgültiger Beweis konnte jedoch nie erbracht werden, und die Leiche von Sylvia Kohlhauser wurde nie gefunden.
- Einen detaillierten Hintergrundbericht über das ungeklärte Schicksal der Grazer Frauen findet ihr im Archiv der Kleinen Zeitung.
- Weiterführende kriminologische Analysen zur Grazer Mordserie und den zeitlichen Abläufen sind in den Dokumentationen von Picasso Film (The Writer Case Study) einsehbar.
Da die Tat weit über drei Jahrzehnte zurückliegt, dient dieser Thread in erster Linie der Kriminalgeschichte, der Dokumentation österreichischer Cold Cases sowie dem sachlichen Austausch über die damalige Grazer Mordserie. Solltet ihr Archivwissen oder historische Details zu den damaligen Ermittlungen teilen wollen, nutzt gerne diesen Thread.