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- Opfer: Burak Bektaş (22 Jahre, Berliner mit Migrationsgeschichte)
- Tatzeit: Donnerstag, 5. April 2012, gegen 01:15 Uhr nachts
- Tatort: Rudower Straße / Ecke Möwenweg (nahe Krankenhaus Britz), Berlin-Neukölln
- Status: Ungelöstes Tötungsdelikt / Verdacht auf rechtsextremen/rassistischen Terror
- 5. April 2012 (01:15 Uhr): Der 22-jährige Burak Bektaş steht mit vier Freunden an einer Bushaltestelle auf der Rudower Straße in Berlin-Buckow/Neukölln. Die jungen Männer unterhalten sich friedlich, als plötzlich ein älterer, hellhäutiger Mann mittleren Alters wortlos auf die Gruppe zukommt.
- Die Schüsse aus dem Nichts: Ohne jegliche Vorwarnung oder einen vorherigen Streit zieht der Unbekannte eine Schusswaffe und feuert mehrfach gezielt auf die Jugendlichen. Danach flüchtet er unerkannt im angrenzenden Gebüsch.
- Die Folgen: Zwei von Buraks Freunden werden durch die Schüsse lebensgefährlich verletzt, überleben jedoch dank einer Notoperation im direkt gegenüberliegenden Krankenhaus. Burak Bektaş wird so schwer getroffen, dass er kurz darauf im Krankenhaus seinen Verletzungen erliegt.
Das Verbrechen gilt als einer der umstrittensten Kriminalfälle Berlins. Trotz jahrelanger Arbeit einer Mordkommission konnte nie eine heiße Spur zum Schützen dauerhaft verfolgt werden.
1. Politisches Motiv im Raum: Da alle Opfer des Angriffs aus Migrantenfamilien stammten, fordern Familie und Initiativen seit jeher die Einstufung als rassistischen Terrorakt. Parallelen zum NSU-Netzwerk wurden wiederholt gezogen, von den Behörden jedoch lange Zeit herabgestuft.
2. Der Neukölln-Ausschuss (Abschluss 2026): Der Fall wurde in den parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zur rechtsextremen Anschlagsserie in Neukölln eingebunden. Der im Juni 2026 vorgelegte Abschlussbericht bescheinigte den Sicherheitsbehörden zwar „erhebliche Defizite bei den Ermittlungen“ sowie mangelndes Wissen über Rechtsextremismus, konkrete neue Beweise oder Täterbezüge zum Mord an Burak konnten jedoch nicht rechtssicher belegt werden.
3. Gedenken: Am Tatort erinnert seit 2018 eine zwei Meter hohe Bronzeskulptur an das Verbrechen.
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Da Mord in Deutschland niemals verjährt, bittet die Polizei Berlin weiterhin um jegliche sachdienlichen Hinweise aus der Bevölkerung. Wer hat in der Nacht zum 5. April 2012 im Bereich der Rudower Straße verdächtige Beobachtungen gemacht oder kann Angaben zu dem älteren Schützen machen?
- Zuständige Behörde: Polizeipräsidium Berlin / Landeskriminalamt
- Telefon Hinweistelefon (Zentrale): +49 (0)30 4664-4664
* Mehrteilige investigative Podcast-Recherche: Wer hat Burak erschossen? – rbb
* Bericht zum Abschluss des Untersuchungsausschusses im Fall Neukölln – Berliner Morgenpost