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- Opfer: Sabine Bittner (47 Jahre, zweifache Mutter, kaufmännische Angestellte)
- Tatzeit / Entdeckung: Donnerstag, 29. November 2012 (Vormittag)
- Tatort: Küche im eigenen Einfamilienhaus, Sandkrugstraße in Wolfsburg-Reislingen
- Status: Ungelöstes Tötungsdelikt / Cold Case (Ermittlungsverfahren vorläufig eingestellt)
- 29. November 2012 (Der Morgen): Sabine Bittner verabschiedet morgens ihre beiden Kinder und ihren Ehemann. Danach ist sie allein im Haus. Gegen 09:00 Uhr erledigt sie noch ein Telefonat.
- Die Tat: Am späten Vormittag dringt ein unbekannter Täter in das Wohnhaus ein. Es gibt keinerlei Einbruchspuren, was darauf hindeutet, dass der Täter entweder einen Schlüssel hatte, die Tür offenstand oder das Opfer den Mörder arglos hereinließ. Der Täter überrascht die 47-Jährige in der Küche und richtet sie regelrecht hin: Sie wird hinterrücks durch zwei gezielte Genickschüsse getötet.
- Der Fund: Als der Ehemann am späten Vormittag nach Hause kommt, entdeckt er den Leichnam seiner Frau in einer großen Blutlache in der Küche und wählt den Notruf. Jede Hilfe kommt zu spät.
Das Verbrechen gehört zu den spektakulärsten und rätselhaftesten Cold Cases in der Geschichte Wolfsburgs. Trotz einer eigens eingerichteten Sonderkommission steht die Polizei bis heute vor einem Rätsel, da die Tat absolut professionell und ohne verwertbare Spuren am Tatort hinterlassen zu haben ausgeführt wurde:
1. Auftragsmord-Theorie: Die eiskalte, professionelle Durchführung der Tat (zwei gezielte Schüsse in den Nacken) spricht laut Einschätzung der Wolfsburger Kriminalpolizei und von Profilern stark für einen professionellen Auftragsmord. Ein Motiv im persönlichen oder geschäftlichen Umfeld der Familie konnte jedoch nie bewiesen werden.
2. Das geheimnisvolle Fahrzeug (SAW): Am Tattag gegen 10:00 Uhr beobachteten Nachbarn einen auffälligen Wagen mit dem Kennzeichen "SAW" (Altmarkkreis Salzwedel) vor dem Haus der Familie. Dasselbe Fahrzeug war bereits zwei Wochen zuvor, am 14. November, in der Straße gesehen worden. Fahrzeughalter und Insassen konnten nie ermittelt werden.
3. Großbefragung ohne Ergebnis: Die Polizei betrieb einen beispiellosen Aufwand. Über 50 Bereitschaftspolizisten befragten rund 1.000 Nachbarn und Passanten in Reislingen-Südwest. Mehr als 450 Spuren wurden ausgewertet, doch kein Ansatz führte zu einem Verdächtigen. Da alle Ermittlungslinien im Nichts verliefen, wurde das Verfahren 2016 offiziell eingestellt.
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Da Mord in Deutschland rechtlich niemals verjährt, bittet die Polizei weiterhin um jeden Hinweis, der Licht in das Dunkel dieses Verbrechens bringen kann. Wer hat am Morgen des 29. November 2012 verdächtige Beobachtungen in der Sandkrugstraße gemacht oder kann Angaben zum Fahrzeug mit dem Kennzeichen "SAW" machen?
- Zuständige Behörde: Kriminalpolizei Wolfsburg / 1. Fachkommissariat
- Telefon Hinweistelefon (Zentrale): +49 (0)5361 4646-0
* Detaillierter Ermittlungsbericht über die Hinrichtung – Focus Online
* Bericht zum 10. Jahrestag und den offenen Fragen – RegionalHeute.de