--------------------------------------------------
Foto: Polizei
- Opfer: Mariya Nakovska (29 Jahre, bulgarische Studentin)
- Verschwinden & Tatzeit: 6. Februar 2014 (ca. 21:30 – 22:00 Uhr) in Halle (Saale)
- Fundort der Leiche: 7. Februar 2014 gegen 13:00 Uhr im Mühlgraben (nahe der Kunsthochschule / Ziegelwiese)
- Status: Ungelöstes Sexual- und Tötungsdelikt / Cold Case (Ermittlungen hochaktiv)
- 6. Februar 2014 (21:36 Uhr): Die 29-jährige Mariya verlässt ihre Wohnung am Weinberg-Campus für eine nächtliche Joggingrunde. Kriminaltechnische Daten belegen, dass sie zu diesem Zeitpunkt die Radio-App auf ihrem Smartphone aktiviert. Ihre Laufstrecke führt sie auf die Peißnitzinsel.
- Der Überfall: An einer unbeleuchteten, dunklen Stelle im dichten Parkbereich gerät die junge Frau in einen Hinterhalt. Der Täter überwältigt sie völlig überraschend. Die Obduktion der Rechtsmedizin bestätigt später, dass Mariya brutal vergewaltigt und anschließend erwürgt wurde.
- 7. Februar 2014 (Der Fund): Am Folgetag entdecken Spaziergänger den Leichnam der vermissten Studentin im eiskalten Wasser des Mühlgrabens zwischen dem Sportplatz „Ziegelwiese“ und der Kunsthochschule Burg Giebichenstein.
Der Fall gehört zu den rätselhaftesten Gewaltverbrechen in Sachsen-Anhalt. Obwohl am Körper des Opfers eine eindeutige, hochwertige männliche Täter-DNA isoliert werden konnte, ergab der Abgleich in den polizeilichen Gendatenbanken bisher keinen Treffer. Fallanalytiker (Profiler) gehen von einem extrem kaltblütigen, stressresistenten Täter aus, der möglicherweise als unauffälliger Bürger lebt oder sich ins Ausland abgesetzt hat.
Nachdem die Sonderkommission in Halle (Saale) über Jahre hinweg mehr als 1.400 Hinweisen nachging und die Akten temporär schloss, gab es eine signifikante Wende: Die spezialisierte Cold-Case-Einheit der Kriminalpolizei Stendal hat den Fall komplett übernommen. Die Ermittler rollen das gesamte Verbrechen mit verfeinerten Analysemethoden noch einmal von vorn auf.
--------------------------------------------------
Die Ermittler der zuständigen Kriminalpolizei bitten die Bevölkerung weiterhin dringend um Mithilfe. Wer hat am späten Abend des 6. Februar 2014 im Bereich der Peißnitzinsel, der Ziegelwiese oder des Mühlgrabens in Halle verdächtige Beobachtungen gemacht?
- Zuständige Behörde: Kriminalpolizeiinspektion Stendal / Fachkommissariat Cold Cases
- Telefon Hinweistelefon: +49 (0)3931 685-0
* Detaillierter Dokumentationsbericht zum Fall – Volksstimme
* True-Crime-Podcast: Die Spurenlage im Fall Mariya Nakovska – MDR