Name: Hans-Werner Studt
Vermisst seit: 18. Oktober 1996
Letzter Aufenthaltsort: Sülfeld (Kreis Segeberg, Schleswig-Holstein) / Wohnort in Nützen
Damaliges Alter: 50 Jahre
Beruf: Landwirt
Sachverhalt & Ermittlungshintergrund
Am Nachmittag des 18. Oktober 1996 brach der damals 50-jährige Landwirt Hans-Werner Studt nach dem Mittagessen auf, um mit seinem Traktor und geladener Roggensaat zu einem gepachteten Feld bei Sülfeld zu fahren. Gegen 13 Uhr verabschiedete er sich von seiner Ehefrau – es war das letzte Mal, dass er lebend gesehen wurde. Er versprach, gegen 19 Uhr zum Abendessen zurück zu sein.
Der verwaiste Traktor und die Blutlachen:
Als Hans-Werner Studt am Abend nicht nach Hause kehrte, machten sich Angehörige auf die Suche. Auf einem Feldweg nahe Sülfeld stießen sie auf seinen verlassenen Traktor. Der Schlüssel steckte noch im Zündschloss. Direkt neben dem Fahrzeug machten die Ermittler eine grausige Entdeckung: Auf dem Boden befanden sich große Blutlachen. Eine DNA-Analyse bestätigte später zweifelsfrei, dass das Blut vom vermissten Landwirt stammte.
Ein rätselhafter Mordfall ohne Leiche:
Aufgrund der massiven Blutspuren am Auffindeort geht die Mordkommission der Kriminalpolizei fest von einem vollendeten Tötungsdelikt aus. Hans-Werner Studt muss am Traktor abgefangen, schwer attackiert und anschließend mit einem Fahrzeug abtransportiert worden sein. Trotz intensivster Suchaktionen, dem Einsatz von Hundertschaften und Leichenspürhunden wurde seine Leiche bis heute nie gefunden.
Der Fall führte in Schleswig-Holstein seinerzeit aufgrund der Komplexität sogar zur Gründung einer polizeilichen Spezialeinheit. Er beschäftigt die Ermittler und die Dorfgemeinschaft von Sülfeld als ungelöster Cold Case bis heute. An der Stelle, an der sein Traktor stand, ließ seine Mutter später ein rotes Metallkreuz errichten.
Wichtige Medienberichte & Quellen
- Ausführlicher Bericht zum 20. Jahrestag des Verschwindens: Lübecker Nachrichten (LN) - Vor 20 Jahren verschwand Landwirt Studt spurlos
- Rekonstruktion des blutigen Kriminalfalls: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag (SHZ) - Das blutige Rätsel um Bauer Studt
- Kriminalpolizeiliche Einordnung des Falls ohne Leiche: Hamburger Abendblatt - Landwirt Studt: Der rätselhafte Mordfall ohne Leiche
Zeugenaufruf
Wer hat am Freitag, den 18. Oktober 1996, am Nachmittag oder Abend verdächtige Personen oder Fahrzeuge auf den Feldwegen rund um Sülfeld beobachtet? Wer kann Angaben zum Verbleib von Hans-Werner Studt oder dem Motiv für die Tat machen?
Hinweise nimmt die Bezirkskriminalinspektion Kiel / Mordkommission oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.