2012-Suche nach Karl-Friedrich Meyer

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senia54
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2012-Suche nach Karl-Friedrich Meyer

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Vermisstenfall (Verdacht auf Tötungsdelikt): Karl-Friedrich Meyer (Seit Oktober 2012)
Karl-Friedrich M.jpg
Karl-Friedrich M.jpg (7.35 KiB) 196 mal betrachtet
Letzter Aufenthaltsort: Hüllhorst-Schnathorst (Kreis Minden-Lübbecke, NRW)
Datum des Verschwindens: Letzter gesicherter Kontakt ca. 12. bis 21. Oktober 2012
Alter zum Zeitpunkt des Verschwindens: 46 Jahre (heute ca. 60 Jahre alt)

Sachverhalt & Hintergrund:
Der erfolgreiche Physiotherapeut Karl-Friedrich Meyer aus Hüllhorst verschwand im Herbst 2012 von einem Tag auf den anderen. Seine damalige Lebensgefährtin meldete ihn erst am 23. Oktober als vermisst. Sie behauptete, er habe sich am Abend des 21. Oktober mit den Worten "Ich fahr' noch mal weg" verabschiedet und ca. 6.000 Euro Bargeld mitgenommen. Papiere, Handy und Bankkarten blieben im Haus.

Spätere Ermittlungen der Mordkommission zeigten jedoch massive Widersprüche: Meyer war seit dem Nachmittag des 12. Oktober (Praxisschließung) von niemandem außerhalb des Hauses mehr lebend gesehen worden. Zudem verlobte sich die Lebensgefährtin nur sieben Wochen nach dem Verschwinden mit einem neuen, vorbestraften Partner. Dieser verkaufte kurz nach Meyers Verschwinden dessen wertvolle Rolex-Luxusuhr (Modell Submariner) über Mittelsmänner im Internet.

Die juristische Aufarbeitung & "Aufklärung":
Die Bielefelder Staatsanwaltschaft ging fest von einem Tötungsdelikt aus Habgier aus. Im Jahr 2014 wurden die Ex-Partnerin und ihr neuer Verlobter wegen Totschlags angeklagt.

Der aufsehenerregende Prozess am Landgericht Bielefeld endete im März 2015 jedoch mit einem Freispruch aus Mangel an Beweisen.
  • Keine Leiche, kein Tatort: Da die Ermittler bis heute weder die Leiche noch eindeutige Blut- oder DNA-Spuren eines Gewaltverbrechens sichern konnten, war ein physischer Tatnachweis unmöglich.
  • Spurenloses Fahrzeug: Auch Meyers auffälliges Auto blieb trotz intensiver Suchaktionen (unter anderem durch Taucher im Blauen See) unauffindbar.
  • In dubio pro reo: Obwohl das Gericht eine Selbsttötung, Steuerschulden oder ein freiwilliges Untertauchen offiziell ausschloss und betonte, dass sich die Angeklagten in massive Widersprüche verwickelt hatten, reichten Indizien und der Uhrenverkauf rechtlich nicht für eine Verurteilung wegen Totschlags aus.
Das Urteil ist rechtskräftig. Das Schicksal von Karl-Friedrich Meyer gilt damit juristisch als ungelöst. Der Fall ging als einer der bekanntesten "Mordprozesse ohne Leiche" in die ostwestfälische Kriminalgeschichte ein.

Medienberichte & Fall-Analysen: Für entscheidende Hinweise, die zur Aufklärung des Falls oder dem Auffinden von Karl-Friedrich Meyer bzw. seines Fahrzeugs führen, war zeitweise eine Belohnung von 20.000 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.
Die Menschen bauen zu viele Mauern und zu wenig Brücken
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