In dem von „Fahndung Österreich“ (ServusTV) ausgestrahlten Kriminalfall geht es um das Skelett eines unbekannten Radfahrers, das ein Jäger und Waldbesitzer im Bretsteingraben (Steiermark) bereits in den Jahren 2014/2015 entdeckte, den Fund jedoch erst zehn Jahre später im Mai 2025 der Polizei meldete.
Als skurrile Begründung gab der Mann an, er habe die Wildtiere in seinem Jagdrevier nicht stören wollen. Das gefundene Fahrrad hatte er sogar mit auf seinen Hof genommen und zeitweise selbst benutzt.
Wichtigste Fakten zum Fall
* Der Tote: Ein Mann im Alter von 40 bis 60 Jahren, ca. 1,60 bis 1,70 Meter groß. Ein anthropologisches Gutachten schätzt das Sterbejahr auf den Zeitraum zwischen 2014 und 2019.
* Das Rätsel: Der Schädel des Toten fehlt[/b komplett. Es wurden keinerlei persönliche Gegenstände wie Handy, Geldbörse oder Schlüssel gefunden. Wegen des Verwesungsgrads ist die Todesursache völlig unklar.
* Spur nach Deutschland: Die Ermittler des LKA Steiermark vermuten eine heiße Spur nach Bremen/Niedersachsen.
Die entscheidenden Indizien
Offizielle Fahndungsfotos der Polizei
Hier sind die entscheidenden Asservate, die zur Identifizierung des unbekannten Toten führen sollen:
1. Das gefundene Mountainbike
Es handelt sich um ein schwarzes Mountainbike der Marke Cube (Modell LTD) mit weißer Aufschrift. Es wurde schätzungsweise zwischen 2003 und 2007 in Deutschland vertrieben. 2. Das graue Radtrikot
Ein sehr spezifisches graues Sportshirt mit Reißverschluss. Auf der linken Brust und dem Rücken befindet sich das rote Logo der „National Cycling Academy“ (NCA). Auf der rechten Brust ist ein „Q8“-Sponsorenlogo zu sehen. Diese Trikots wurden exklusiv 2008/2009 bei Spinning-Kursen im Raum Bremen/Niedersachsen ausgegeben.
* Das Radtrikot: Ein graues Sporttrikot der „National Cycling Academy“ (NCA). Diese wurden exklusiv in den Jahren 2008 und 2009 bei Spinning-Kursen im Raum Bremen ausgegeben.
* Das Fahrrad: Ein schwarzes Mountainbike der Marke „Cube“. Dieses Modell wurde zwischen 2003 und 2007 in Deutschland vertrieben. Auffällig: Es lag rund 3 Kilometer vom Leichenfundort entfernt.
Aktueller Ermittlungsstand
Nach der Ausstrahlung im TV-Magazin und Berichten in deutschen Medien gingen über 30 Hinweise aus der Bevölkerung und der Spinning-Szene ein. Eine heiße Spur zur Identität fehlt jedoch nach wie vor. Dem Jäger selbst konnte rechtlich kein strafbares Verhalten nachgewiesen werden, da das bloße Verschweigen eines Fundes ohne Vertuschungsabsicht einer Straftat in Österreich straffrei bleibt.
ZEUGENAUFRUF / HINWEISE:
Sachdienliche Hinweise nimmt das LKA Steiermark unter der Telefonnummer +43 59133 603 333 oder per E-Mail an LPD-ST-LKA@polizei.gv.at entgegen.